Hier findet ihr in chronologischer Reihenfolge Texte von Akiro - oder von mir über Akiro und weitere Hundefreunde. Die neuesten Texte stehen jeweils ganz oben.
😃🐶🐕
16.07.2026
Was ist hier los?
"2 Doofe, ein Gedanke!" Annika und ich, wir zwei trumpfen auf als starkes Team. Wir schaffen das im Nu, mein Frauchen (Anm. d. Red.: also Annikas Schwester) zu lesen. Wir wissen, was sie im Schilde führt und was uns erwartet. Seid gespannt.
Es folgen ein paar Beispiele.
Zuerst im Menschenleben:
- Wenn Annika und Anke ausgehen und nicht sicher ist, wer zurückfährt mit dem Auto, dann ist es zu 95 % sicher, dass doch Annika fährt. Frei nach Frauchens Motto: Ich trinke, dann kannst du fahren. 🍸 Das passiert nicht immer mit Vorsatz. Das Leben passiert halt, während wir andere Pläne machen!
- Wenn sie anfängt sich umzusehen und etwas hektischer den Raum abzulaufen, dann steht fest: es ostert. 🥚🐰 Es ist etwas versteckt, was im besseren Falle da wäre. Wie zum Beispiel ein Handy, ein Schlüssel, eine Sonnebrille ... Frauchen hat sich kaputt gelacht, als sie mal in einem Magazin gelesen hat: Das Schöne am Suchen ist die Freude des Wiederfindens ¹ .
😁😉Sie meinte sie erfreue sich einfach sehr gerne...
Kommen wir nun zu den Mensch-Hund Beispiele. Ich könnte weit ausholen, aber ich schlage vor ich fange erst mal mit einem Beispiel an:
Frauchen hat mir ein besonders gutes Hundeleckerli angeboten! 🍗Was ist hier los?
Es lässt sich runterbrechen auf 8 Situationen².
- sie verlässt das Haus ohne mich
- sie macht sich was gutes zu essen und teilt nicht
- es kommen Gäste
- sie hat keine Lust, mich zu entertainern
- sie hat vor, was mit mir zu üben, was ich tendenziell eher blöd finde: z.B. ein anderes Hundegeschirr tragen, Fellbearbeitung mit einer Zeckenzange
- wir sind im Urlaub und sie hat bemerkt, dass sie mein Hundebett vergessen hat
- sie will sich auf die Couch legen und ihre Füße eincremen. Sie will verhindern, dass ich ihr zur Hilfe komme. Das mache ich doch immer so gerne!
- ich muss demnächst zum Tierarzt ...😲
Ihr könnt es euch vielleicht denken. Situation 8) ist mein Endgegner.
An sich müsste ich es üben, dass ich das Leckerli dann einfach nicht will. Es nicht annehme ... Eiskalt ignorieren, das sollte ich machen...!Aber ich kann nicht gut widerstehen. Ihr kennt das vielleicht ...
"Wenn es schmeckt, spuck es aus!!!" - schon wieder Annika! Das ist ihr Zitat! Ihre Hilfestellung um Gewicht zu reduzieren. 😆
So, nun wisst ihr Bescheid. DAS ist hier los. Es ist also alles andere als einfach .... Um mich zu trösten, helfen aber Hundeleckerlis. Nur so als Denkanstoß.
Dieser Text ist dir gewidment, Lieblings-Annika!!! 🥰🥰🥰
😘dein Akiro
Quellen:
¹Sorry, ...digital leider nicht nochmal auffindbar ...es war ein gedrucktes Magazin im Stile von Freundin oder Brigitte.
²in Anlehnung an ein Bild über Facebook (Foto hier oben) -von der Humor-Marke „Ich hör nur mimimi“
Ratet wer Anke dieses Bildchen gewhatsappt hat: richtig, es war Annika.
ENDE
Ich, ein Stinkemolch
Bin ich doch immer für eine Überraschung gut,
ich sag euch: Seid besser auf der Hut!
Ich hab’ mich gewälzt in frischer Gülle,
Am Boden lag ich in ganzer Fülle.
💩 👻
Frauchen schien genervt und sauer.
Wär’ die Flucht nach vorne schlauer?
Man vergesse aber nicht:
Mein Fressen war nicht aufgetischt.
Daher übte ich meinen süßen Blick
und lief brav zu Frauli zurück.
Ich duftete gar stark,
sie rümpfte die Nase arg.
Humor ist, wenn man trotzdem lacht,
was sie eben dann auch macht! 😁
Wir sind nun wieder zu Hause,
ich stehe unter der Brause.
Schwarz rinnt es mir aus meinem Haar,
von wegen: nix mit Wasser klar!
Ich schau’ zwar betrübt drein,
diese Aktion war aber fein.
Füll’ ich nun meinen Bauch mit Fleisch und Reis
Und zuletzt noch mit einem Hundeeis.
Nun leg’ ich mich hin und steh nicht mehr auf,
Wie ihr seht - alles nimmt seinen Lauf!
Mein Gedicht für dich
Frauchen, gerade befasst du dich doch so gerne mit Lyrik. Ich hab da was für dich. Nur für dich.
Ich lese dir das einfach vor und du lässt deiner Fantasie freien Lauf. Lass die Bilder einfach so zu, wie sie entstehen ...
Los geht's!
Du denkst du seist allein, bis dein Blick fällt Richtung Bein.
Frauchen: Brrrr, Schnappatmung. Ein Skorpion?! Eine Spinne ... ? Gerade läuft es mir kalt den Rücken runter.
Akiro: Frauchen, don't panic. Das war doch erst der Anfang. Entspann dich! Weiter geht's:
Hier sitz ich und erblick dich.
Es schützt dich auch kein Dickicht.
Frauchen: Aaaargh. Es wird nicht besser. Wer beochbachtet mich?? Von wo?
Akiro: Frauchen, Frauchen, ich merk schon. Das macht keinen Sinn! Du hältst jetzt deine Klappe. Und du lässt deinen Gedanken doch lieber nicht freien Lauf. Hör genau zu. Hör nur das, was ich auch lese. Deal?
Du denkst du seist allein,
bis dein Blick fällt Richtung Bein.
Hier sitz ich und erblick dich.
Es schützt dich auch kein Dickicht.
Ich bin ein echter Schmusebär 🐻❄️
Genug is nich', ich brauch mehr!
Drum stups ich dich an
und erinner dich dran:
Rück du nicht ab, sondern ran!
Nur du kannst so gut kraulen,
ich hab' keinen Grund zum Maulen!
Frauchen, bitte schmus' mich nochmal mehr.
Deine Nähe verzaubert mich sehr.
Bin und bleib' ich doch dein Bär,
Na los, jetzt komm schon her!
Frauchen: Ach du Schmusebacke. Das war wundervoll!
Ein Schmusevideo gibt es unter diesem Link.
Dialog: Wochenendpläne
Aki: Frauchen, gell, du hast am Wochenende viel Zeit für mich.
Frauchen: Ja, mein Strolch. Woran denkst du denn?
Aki: Ich würde dir gerne einen Text diktieren. Und auf Wiesen und Wälder hab ich Lust!
Frauchen: Das kriegen wir hin. Wir fangen mit dem Text an. Und ich denke wir werden den Tag ausklingen lassen mit einer Limo im Café Villa. Da fühlen wir uns ja immer beide so wohl.
Das Frauchen klappt den Laptop auf:
Aki diktiert:
Aki:
Liebe Hundedamen,
ich wollte euch nochmals kurz auf meine Vielseitigkeit hinweisen. Egal in welcher Lebenslage und für welche Aktivität - ich bin ein super Begleiter! Sehr gerne führe ich euch aus auf ein Hundeeis! 🍨 Oder ich spiele mit euch Ball.⚽Ich kann sehr gut Ohren massieren, das wurde mir schon rückgemeldet. Wir könnten auch zusammen einen Film schauen, einfach mal couchen... 🛋️
Sportlich bin ich auch. Ich denke schon, dass ich mir eine Alpenüberquerung zutrauen kann.
🏔️⛰️
(Frauchen schmunzelt)
Frauchen: Wie kommt dir das denn nun in den Sinn?
Aki: Ich musste an Hermine denken.
Frauchen: Hermine???
Aki: Wir haben sie und ihre Besitzer in Kreuzau kennen gelernt Anfang Mai. Im Hotel beim Frühstück. Sie ist bildhübsch. Das hast auch du gesagt. Du durftest sie auch knipsen... 📸
Sie ist noch jung, ein Bilderbuch-Münsterländer (Magisterhündchen). Die Besitzer haben mit ihr geübt für eine Alpenüberquerung. Ich weiß das noch genau.
Frauchen: Super Gedächtnis, mein Muppi. Ich vermute aber, wir zwei sind nicht geübt genug, um an eine Alpenüberquerung zu denken.
Aki: Wir können unsere Kompetenzen weiter ausbauen. Wir wachsen einfach mit unseren Herausforderungen!
Der Mann hatte gesagt, man müsse Dinge üben wie:
- Höhe einschätzen
- Trittsicherheit
- auf Vorrat trinken
Und ich weiß genau, du hast geantwortet: Zumindest letzteres trau ich uns schon gut zu! 😉😉🫧🍻🥂
(Frauchen lacht, sie ist nicht ganz überzeugt)
Aki: Okay, dann schreib bitte weiter im Text:
(... Sportlich bin ich auch. Ich denke schon, dass ich mir eine Alpenüberquerung zutrauen kann...) Ich bringe genetisch, körperlich und geistig die allerbesten Voraussetzungen mit, um dir goldigen Nachwuc--
Frauchen: Akiro, das reicht, der Text ist schon sehr schön und lang. Wir lassen ihn so.
Aki: Ach Frauchen. Ab und an nervst du. Dann poste zumindest noch ein Bild von Hermine, bitte, bitte. Ich vermisse sie ...💞
Frauchen: Dein Wunsch sei mir Befehl. Hier ist es! Und jetzt los auf die Wiesen! 🐾
Ein gelungenes NRW-Wochenende mit Vier- und Zweibeinern
Heute ist Bergfest, Mittwoch, 6. Mai 2026. Noch 2 Tage und es kommt schon wieder ein Wochenende - und da dachte ich, sag ich mal noch schnell lieben Dank an alle tollen Zwei- und Vierbeiner, die ich (und mein Frauchen) letztes Wochenende treffen durften bzw. zum Großteil überhaupt erst kennen gelernt haben.
Wir haben uns am Stausee Obermaubach getroffen (in NRW) - wir, das sind meine Brüder Arno, Diego, Cody und meine Schwester Aika - und natürlich ich🐾🐕 ... Sie haben auch ihre Zweibeiner mitgebracht und alle zusammen haben wir viele schöne Momente erlebt. Wir waren ausgiebig spazieren, lecker essen und mit dem quirligen Felix, der noch im Mai seinen 2. Geburtstag feiert, auf einem Spielplatz.
Wie das so unter Geschwistern ist, haben wir uns schon auch mal kurz angenervt und angegrummelt, aber insgesamt hielten sich solche kleineren Streitigkeiten sehr in Grenzen.
Auch im Hotel haben wir uns sehr wohl gefühlt, das Personal war sehr bemüht um uns, herzlich und gut gelaunt und es gab für unsere Menschen lecker Frühstück und nette Getränke und Snacks für zwischendurch. Wir waren im "Hotel am See" in Kreuzau.
Wirklich eine runde Sache!
Gut, ich gebe es zu - irgendwann war ich etwas k.o., weil eben meine hübsche Schwester auch dabei war und ich um ihre Aufmerksamkeit gebuhlt hatte. Ebenso trafen wir unterwegs noch andere nette Hündinnen. Sie riechen eben auch alle so toll...Haaach!
🫠 🤗 Ich konnte nicht gut ausruhen und nicht schlafen (Liebeskummer eben) und habe auch einmal (aber nur ganz ganz kuuurz (!)) geheult wie ein Wolf.
Das hat sich aber schnell wieder gegeben und im Auto habe ich dann doch noch viel geschlafen. Frauchen hat dann noch einige Landschaftsfotos gemacht 📸... Hier unten findet ihr eine kleine Auswahl davon. Viel Spaß und bis ganz bald! Kussi, Akiro 😗
Wer diesen Text liest, der helfe mir, bitte! Dringend!!! Bitte, bitte.
Okay, ich sehe es ein, ich sammele mich und erzähle der Reihe nach.
Mein Frauchen macht eine Woche Urlaub. Zum Teil ist das ganz nett - unsere Spaziergänge sind ausgedehnter, sie kocht oder schreibt am PC und hört dazu Musik. Sie lacht viel und krault mir meinen Bauch.
Aber sie räumt auch viel rum. Wurschtelt durch die Gegend! Es klappert ... - das Bügelbrett, der Wischer, ... der Schrubber...
Heute hat sie den Balkon geschrubbt. Diese Aktion mit dem Schrubber, das war ein Tipp und eine Leihgabe ihrer Mutter. Mein Frauchen hat viele Qualitäten, Hausarbeit ist aber keine ihrer Kernkompetenzen.
Ich hatte also Bedenken, ob es scheppert, und habe mich erst mal in die Küche verzogen. Morgens habe ich sonst sooo gerne meine Ruhe. Ich bin halt ein Gewohnheitstier. Zudem bin ich sehr geräuschempfindlich.
Aber gut, ich habe mich angepasst, einigermaßen.
Irgendwann kam ich dann doch zurück zum Ort des Geschehens. Aus meinem Bett raus habe ich die Lage beobachtet. Aus sicherer Entfernung. Frauchen war ganz schön frech, von wegen "ich könne mich sonst auch nützlich machen". Pffffff ...
(Foto 🧽🧼🚿)
Irgendwann war die Aktion beendet, zumindest fast. Frauchen schien mit ihren 80 % zufrieden, das Pareto-Prinzip, ihr wisst ja, wie das geht.
Und jetzt kommt's: Da sagt die doch, in 8-9 Wochen müsse sie wohl nochmal ran. Saharastaub und so ... das würde nicht lange sauber bleiben.
Ich finde sie sollte das besser nicht selbst machen. Stattdessen die Zeit mit mir draußen verbringen.
Ich wende mich also an euch:
👓 Gesucht. Dringend. Wanted!!!
- Person zum Balkon schrubben (w/m/d)
- mit oder ohne Hündin, falls eine Hündin mit am Start ist nehmen wir sie einfach mit in den Wald 🥰 ... während die Putzaktion läuft ...
- verfügbar Mitte oder Ende Juni 2026
- angstfrei was Wasser, (Haus)arbeit und Höhe angeht 💦
Meldet euch. Nicht alle auf einmal, aber nach und nach!
Keine Bewerbung bleibt ohne Antwort.
Ich sage Danke.
Verzweifelte Grüße, Akiro
👻
Es geschah am hellichten Tag
Am 29. März diesen Jahres unternahmen meine Mum, unser Hund und ich einen Spaziergang über den DCK (Deutscher Club für Kooikerhondje e.V.) mit anderen Zwei- und Vierbeinern. Ziel einer solchen Veranstaltung ist es, dass Teilnehmende sich Tipps geben können und in den Austausch kommen. Zahlreiche nette Gespräche und Lachmomente sind vorprogrammiert!
Schon am Treffpunkt, dem weitläufigen Parkplatz eines Sportheims, erwarteten uns bei Ankunft eine Handvoll Hunde mit ihren gutgelaunten Menschen.
Letzendlich waren wir eine große Gruppe, wir ließen uns von immerhin 16 Kooikerhondjes, und einem schwarzen Pudel (ein ganz besonders mutiger Kandidat!) über Wiesen und Felder führen. Sogar das Wetter hielt, wir wurden zumindest nicht nass.
Die herzlichen Organisatoren hielten noch eine Überraschung bereit: ein Päuschen mitten im Wald mit Laugengebäck, Secco und Limo. Für die Zweibeiner. Eigentlich.
Eigentlich, das Wörtchen, das wiederum alle Tierbesitzer und -besitzerinnen zu genüge kennen, passt an der Stelle wieder ausgezeichnet.
Wie kann es denn sein, dass wir nicht auch an unsere treuen Begleiter auf vier Pfoten gedacht haben? Ist denn wirklich nichts nettes im Gepäck mit dabei für sie?
Doch, klar. Alles eine Frage der Perspektive. Und einer Gelgenheit. Gelegenheit macht nämlich Diebe. So kommt es also, dass Emmi, eine selbstbewusste und kecke Hündin, sich selbst ein zweites Frühstück organisiert. Oder sollten wir stattdessen von einem Brunch sprechen? Ach, egal.
Jedenfalls sieht sie, dass einer weiter Teilnehmende, das Frauchen Ilse, ihren Rucksack auf den Boden legt und mit ihrer Hündin einige Schritte von der Gruppe wegspaziert.
Zack zack, mit ihren zarten 10 Kilo und ihrem schmalen, geübten Fang, pirscht Emmi also heran, klappt den Rucksackdeckel komplett zurück und schnappt sich eine gefüllte Papiertüte. Eine Bäckertüte, oder eben auch bekannt als Bäckerfaltenbeutel ...mit ensprechendem Inhalt. Es handelt sich um Sekunden! Das Geschehen ist für das menschliche Auge fast nicht zu erfassen.
Wuuuums, das Tierchen hält den Inhalt im Maul, ein belegtes Käsebrötchen. Und weil Kooikerhondjes nun mal gerne schlingen, vertilgt Emmi den Deckel in null Komma nichts.
Nun sind Kooikerhondjes aber eben auch sehr clever, und: Sie möchten dem Menschen gefallen.
Der Höflichkeit geschuldet, zischt Emmi also schnell weiter und lässt die andere Hälfte doch noch übrig.
Ilse kommt zum Tatort zurück. Einige Zeugen bieten sich an zur Befragung. Solche eine Tat am hellichten Tag bleibt nicht ganz unbemerkt.
Aaaber - Ilse macht, was Hundemenschen nun mal machen.
Sie lacht herzlich.
Sie nimmt das Überbleibsel des Brötchens, ... -und isst es!
Was soll ich sagen: Hundemenschen sind einfach spitze! ✌️ 😄
P.S.:
Hier teile ich noch den Link der DCK-Seite, da gibt es einen Bericht!
Und: Einige Fotos gibt es noch direkt unterhalb des Textes :D
Ein Helferlein in
allen Lebenslagen
Hallo zusammen,
hiermit teile ich eine Anekdote aus meinem spannenden Leben.
Ich höre auf den hübschen Namen Akiro. Also streng genommen nicht immer, aber oft. Mein Frauchen sagt, Hundetraining sei eine Lebensaufgabe.
Zudem gehören auch liebevolle Kosenamen zu mir, z. B. “Aki”, “Knuddel” oder “Muppi”. “Mupp” ist das luxemburgische Wort für Hund, es gibt aber auch noch den Ausdruck “Hond”.
Ich lebe von klein an in Luxembourg, geboren wurde ich aber mit 6 wundervollen Geschwistern in Hörstel, im September 2023. Ich bin der Älteste, allerdings bin ich nicht wirklich sehr draufgängerisch oder mutig. Fürsorglich sein und unterstützend, das macht mich aus. Dazu erzähle ich euch später mehr.
Zurück zu dem Namensthema. Bevor ich überhaupt zu meinem Frauchen Anke kam, hatte ich schon meinen ausgefallenen und zauberhaften Namen. Frauchens Arbeitskollegen haben natürlich von Anfang an mitgefiebert und konnten meine Ankunft auch nicht erwarten. Sie haben sich Fotos angesehen von meinen wilden Geschwistern und mir, und haben behauptet, “Harakiri” als Spitzname würde sicherlich auch toll zu meinem Wesen, und damit zu mir, passen. Es kam dann aber anders: ich habe die Kollegen und Frauchen überrascht mit meiner ruhigen und besonnenen Art. “Harakiri” als Spitzname konnte sich einfach nicht durchsetzen. Allerdings kam es 2-3 Mal zu kleinen Pipi-Unfällen, ...- wie das eben so ist bei jungen Fellnasen. Und zack, Stempel drauf- spaßes-halber wurde also der Name abgeändert, nämlich in den liebevollen Namen “Harapipi”. Ich werde ihn wohl nie mehr ganz los!
Nun zu meinem Umfeld: Ganz wichtig in meinem Leben sind auch Frauchens Mutter Ingrid und Frauchens Schwester Annika. Die 3 kamen schon im Trio angereist am Tag der Abgabe, um mich freudestrahlend in Empfang zu nehmen. Ingrid hat, neben viel Geduld und einem großen Herzen, auch einen wirklich zauberhaften Garten. Er ist mit keinem anderen zu vergleichen! Wenn ich sie besuche, könnt ihr euch also denken, wo ihr mich antrefft. Ihr Rasen ist super, es gibt da auch einen Maulwurfschutz. Eigentlich darf ich nicht buddeln ... Eigentlich. Aber weil ich dabei so niedlich und glücklich aussehe, und weil ich ja noch sorgfältiger und qualifizierter arbeite als ein Maulwurf, haben wir uns auf gewisse Bereiche geeinigt, wo ich doch buddeln darf. Annika hat mir bei den Verhandlungen den Rücken gestärkt. Annika ist grandios!
Jetzt komme ich zum Thema Fürsorge und Unterstützung im Alltag.
Vorweg muss ich sagen, dass ich noch mehr unterstützen würde, aber nicht (immer) darf. Mein Frauchen kann etwas streng und stur sein. Beratungsresistent.
Es würde doch total Sinn machen, dass ich die Beine meines Frauchens nach dem Duschen trocken lecken darf. Oder beim Bodylotion verteilen helfen könnte, das kann ich nämlich auch ausgezeichnet. Ich darf aber nicht! Pfffffff ....Angeblich hat ein Hondje im Bad nichts zu suchen.
Bei der menschlichen Fußpflege wirke ich meistens auch nicht mit. Frauchen nimmt sich für ein solches Ritual gerne Zeit, wenn sie abends auf der Couch sitzt. Vorher stellt sie sicher, dass ich selbst müde bin und damit “außer Gefecht und Reichweite”. Ihr wisst ja aber, gewisse Reiß- oder Klickgeräusche von Verpackungen oder besondere Gerüche, lassen auch todmüde Hunde wieder auferstehen und herbei laufen. Ich dränge mich also hin und wieder auf mit meinen Diensten, was dann dazu führt, dass Frauchen ihre eingecremten Füße akrobatisch in die Luft strecken muss. Ich darf einfach nicht helfen beim Verteilen der Pflegeprodukte! Es ist zum Verzweifeln... Immerhin ist Sport ja gesund. Und das führt mich zum eigentlichen Thema.
Beim Knuddeln auf der Couch bin ich über den Bauch von Frauchen getapselt. Das tat Frauchen etwas weh, sie war sauer. Nicht auf mich, sondern auf sich. Sie sagt, da müssten eigentlich Bauchmuskeln sein. Da sind aber keine (das sage nicht ich, das sagt sie)! Jedenfalls packte sie am Tag danach eine Sportmatte aus und schwang sich in Trainingskleidung. Meine genaue Rolle war mir nicht gleich klar, aber ich möchte ja immer gerne mitmischen und habe einfach die Übungen mitgemacht. Und Frauchen angefeuert. Und sie unterstützt, z.B. habe ich ihr die Haar aus der Stirn “geleckt”. Anke hat viel gelacht und mich geschmust, es kam mir fast so vor, als hätte sie vergessen, was sie eigentlich machen wollte. Es war aber toll. Sie meinte, der “herabschauende Hund” läge mir noch viel besser als ihr. Ein schönes Kompliment!
Am nächsten Tag wollte Frauchen nochmal trainieren. Ich hatte den Eindruck, sie hatte aber nicht so viel Lust. Sie hat mit ihrem Handy gespielt. Und als es dann doch noch losging, fiel ihr auf, wieviel Staub unter der Couch noch lag. Und auch sonst überall! Und am nächsten Tag stand Besuch auf dem Programm. Was also tun? Genau! Prioritäten richtig legen. Putzen (statt Sport)! Zack zack und auch ich stand wieder helfend zur Seite. Böden wischen zählt zu meinen Kernkompetenzen!
Seitdem hat sie die Trainingsmatte nicht mehr rausgeholt.
Das ist mir aufgefallen.
Ich habe es aber nicht weiter kommentiert.
Sie geht aber jetzt in ein Yoga- und Pilatesstudio und ist danach noch besser gelaunt, als sonst! Sie sagt es mache Spaß und die Teilnehmende seien alle sehr freundlich und humorvoll.
Ob nun wirklich schon mehr Bauchmuskeln da sind? Ich weiß ja auch nicht recht ...
Aber auch im Namen meiner Artgenossen, kann ich abschließend sagen, dass wir Fans von euch Zweibeinern sind. Egal ob mit oder ohne Bauchmuskeln. Seid doch nicht zu streng mit euch selbst ...
Sportliche und herzliche Grüße,
Euer Akiro
P.S.: Einige Fotos gibt es direkt unterhalb des Textes :D
Der innere Schweinehund
Hallo liebe Zwei- und Vierbeiner, seid gegrüßt,
stellt euch vor: Heute musste ich zum Tierarzt. Zum Impfen. Ich, das bin ich. Akiro, 2,5 Jahre alt, optisch wahrhaftig ein Bilderbuchhund.
Wie gesagt – Tierarzt! Obwohl ich das gar nicht wollte. Frauchen sagt, egal ob Hund oder Mensch – ab und an muss man Dinge tun, auf die man wenig Lust hast. Oder gar keine Lust. Sie erzählte noch was vom “inneren Schweinehund”, aber ich schaltete irgendwann einfach mal auf Durchzug. Noch hoffte ich auf meinen erfolgreichen Widerstand. Es gibt Situationen, die man aussitzen muss. Das machen zumindest so manche Zweibeiner!
Achjee, und dennoch! Ihr könnt es euch vielleicht denken – es gab keinen Weg zurück. Frauchen hat mich dahin geschleppt. Eiskalt! Welch eine Misere ...
Meine Kooikerhondje-Freunde kennen das ja. Wir haben diesen Blick drauf, der mehr sagt, als tausend Worte. Mit diesem Blick habe ich sie abends angesehen. Immerhin war der Besuch ja nun überstanden. Aber sowas hinterlässt Spuren, ich muss der ganzen Geschichte Nachdruck verleihen. Das nächste Mal bleibe ich dann verschont! Vielleicht ...
Es entsteht also ein Gespräch.
Frauchen: Du warst heute sehr tapfer, mein Großer. Toll gemacht! Jetzt bin ich dran. Ich mache jetzt Sport. Auch wenn ich mich dazu überwinden muss. Was muss, das muss!
Ich: Bin dabei!
Zack, da liegt die Trainingsmatte auf dem Boden. Und das Frauchen obendrauf.
Ich gebe 100 % und unterstütze sie tatkräftig. Ich mische mit! Haare aus der Stirn lecken, Yoga-Positionen kontrollieren und korrigieren, freundlich und dynamisch anfeuern und mitfiebern. Übungen wie den “herabschauenden Hund” oder den “Delfin” mache ich auch einfach mit. Ohne arrogant sein zu wollen – ich mache sie ihr vor! Nichts mit “gentle flow”, ich bin doch kein Dilettant. Hier geht eine Bewegung fließend in die nächste über.
Von mir aus könnte das noch lange so weiter gehen. Das Warm-up liegt ja nun gerade einmal hinter uns. Aber stopp, was ist mit Frauchen los?
Schon nach ein paar Minuten lässt sie sich von ihren sportlichen Aktivitäten ablenken. Sie bleibt nicht bei der Sache! Sie hält auch die Position nur kurz aus, eine Minute hat in ihrer Lebensweise gerade gar keine 60 Sekunden mehr. Neue, eigene Sportregeln entstehen.
Es ist zum Verzweifeln!
Ich stupse sie also aufmunternd an und motiviere sie zum weiter machen. Mein Blick durchdringt sie. Ein schlechtes Gewissen würde ihr sicherlich nicht schaden .... “Ach, Akiro, weißt du, ... der innere Schweinehund”, lacht sie. Schon wieder dieser Begriff!
Bevor ich mich weiter mit dem Thema auseinandersetzen kann, gehen wir in die Küche.
Für Frauchen gibt es eine Limo. Limo ist ungesund – gezuckert, kalorienreich! Wieder wende ich meinen “ich sehe dich” Blick an. Ihr Griff in den Kühlschrank entgeht mir doch nie.
Uch, ach schau. Es gibt auch für mich etwas, eine Kaustange. Vergesst doch einfach meinen Limo-kommentar. Ich bin versöhnlich gestimmt. An sich war das heute ein rundum gelungener Tag, trotz Tierarztbesuch. Gemütlich! Nachdem wir auf der Couch entspannt haben, zieht es uns in unsere jeweiligen Betten.
Vor dem Einschlafen lasse ich immer den Tag Revue passieren. So kommt es, dass ich nochmal an den “inneren Schweinehund” denke. Was könnte das wohl sein? Oder genauer gesagt, wer? Ab und an nutzen Menschen männliche Nomen der Einfachheit halber. Das heißt aber nicht, dass sich dahinter nicht auch ein weibliches Wesen verstecken kann. Handelt es sich vielleicht um eine Schweinehündin? Eine elegante, sanfte Schönheit? Ich stelle mir ihr zartes Fell vor, ihre hellen, liebevollen Augen. Ihre sanfte Nase und hübsch aufgerichteten Ohren. Zarte Löckchen schmiegen sich um ihr grünes, ledernes Halsband. Sie läuft schwungvoll und rhythmisch über eine Wiese. Eine wahre Schönheit! Ihr Duft ist hinreißend. Ich kann meinen Blick gar nicht abwenden. Sie entdeckt mich und sieht mich geradewegs an. Durch das abendliche Yoga ist meine Haltung noch imposanter. Hoffentlich komme ich souverän und gelassen rüber! Sie scheint sehr angetan. Ich laufe also los, in ihre Richtung ... Meiner Kehle entweicht ein Laut.
“Akiro, aufwachen! Du träumst! Es ist alles in Ordnung”, teilt mir mein Frauchen mit. Nüchtern und realitätsnah.
Welch eine Spielverderberin!
P.S.: Einige Fotos gibt es direkt unterhalb des Textes :D