Hier findet ihr in chronologischer Reihenfolge meine Texte (neueste Texte oben). Viel Spaß!
14.07.2026
Un tocco d'Italia in Germania
Am vergangenen Wochenende stand das auf dem Plan, was mich immer schön erdet und was mir seeehr gut tut: wandern, Wein trinken, ...ausschlafen.
Ein Hauch Italien kam nach Deutschland. Wir waren in der Eifel unterwegs, genauer genommen sind wir an Tag 2 gestartet in Ripsdorf (Blankenheim) und haben den Rundweg über 15 km gemacht: EifelSpur: Toskana der Eifel.
Mit knapp 30 Grad wurde es schon ziemlich warm, aber wir haben es nicht bereut. Ich kann die Tour mit gutem Gewissen empfehlen.
Am Abend haben wir uns belohnt mit Wein: Blanc de Noirs.
Es handelt sich um die französische Bezeichnung für einen aus Rotweinsorten gekelterten weißen Wein. Ich kopiere von oben: kann ich mit gutem Gewissen empfehlen! 😉🤗
An Tag 1 hab ich bissel was gesehen von dem schönen Ort Blankenheim. Und unsere Tour ging los von Hellenthal und nannte sich "Auf den Spuren der Raubritter". Wirklich auch sehr schön und durchaus etwas schattiger. Die Tour endet auf der Burg Reifferscheid. Fotos gibt es hier:
- ENDE -
08.07.2026
Moien!
Willkommen zum ersten Crashkurs für Luxemburgisch:
Begrüßung
- Moien! – Guten Tag / Hallo (allgemein für den ganzen Tag)
- Gudde Moien! – Guten Morgen (bis ca. 12:00 Uhr)
- Gudde Mëtteg! – Guten Tag / Guten Mittag
- Gudden Owend! (N’Owend) – Guten Abend
Fragen nach Wohlbefinden und Antworten
- Wéi geet et? (oder kurz: Wéi geet's?) – Wie geht es dir/Ihnen?
- Alles an der Rei? – Alles in Ordnung?
- Et geet mir gutt, merci. – Es geht mir gut, danke.
- Et geet mir immens gutt, merci. – Es geht mir sehr gut, danke.
- A wéi geet et dir? – Und wie geht es dir?
- A wéi geet et iech (Iech)? – Und wie geht es euch? (Wie geht es Ihnen?)
Et ass nach kee Meeschter vum Himmel gefall...☘️
01.07.2026
Endast kontanter
Spontan: was denkst du, welche Sprache steckt hinter "endast kontanter?
- Schwedisch
- Finnisch
- Ungarisch
Na, hast du es erraten? Ich frage dich jetzt nicht nach der Bedeutung. Ich wusste das auch nur mit Hilfestellung!
Es ist schwedisch.
An einem sehr warmen Wochenende (über den 20. Juni) waren wir als Gruppe unterwegs in Bernkastel-Kues und Umgebung zum Wandern – und zum E-Bike austesten. Ich gebe es zu: es hat mir noch viel mehr Spaß gemacht mit dem E-Bike, als ich vermutet hätte. 77,7 km haben wir hingelegt – von Daun bis zurück nach Bernkastel-Kues mit einigen Schleifchen. Es war der Maare-Mosel-Radweg.
Ich neige ja zu begeisterten Einfällen, ich musste mich am Abend also etwas bremsen und hab dann vorsichtshalber nicht online geschaut, was sie kosten, wie das genau läuft usw.
Bisher habe ich es mir verkniffen! Noch immer...
Zumal mir “normales Radfahren” an sich nun ja wiederum auch nicht schadet. 😉 Der Sportaspekt und so, gell...
Jedenfalls - nach einem actionreichen Tag und einem leckeren Abendessen, landete der “harte Kern” von uns noch in der Kneipe “Kölsches Eck” in Bernkastel-Kues. Okay, zugegeben: Der harte Kern war meine Wenigkeit. Ich alleine. Ich muss aber dazu sagen, es war:
- vor Mitternacht
- zu warm um schlafen zu gehen
- dem Umstand geschuldet, dass mich am nächsten Morgen nicht schon um 6h ein süßer Hund aufweckt. Er war nämlich nicht mit
- kulturell sinnvoll – ich finde schon, dass diese Kneipe als Sehenswürdigkeit eingestuft werden kann. Kultur macht uns alle nicht dümmer!!
🍻 🍺
Und dort ist mir dann “Endast kontanter” begegnet. Unverhofft:
Hier der Beweis:
Die anderen Sprachen verwundern mich nicht, aber warum ausgerechnet schwedisch an der Stelle aufkreuzt, muss ich mit Google recherchieren.
Schweden steht sehr weit vorne, was bargeldlose Bezahlung angeht. Es ist durchaus üblich, eher sogar erforderlich und gewünscht, dort auch beim Kauf eines Päckchen Kaugummi die Karte zu zücken!
Ich bin noch über diesen Artikel gestoßen im ARD Europamagazin: “Schweden als Vorbild? Nur noch digital bezahlen, bis das Netz ausfällt”.
Er ist vom Oktober 2025. Schaut mal rein, es lohnt sich: Link
Achja, wenn wer Begleitung sucht und Lust hat auf:
- E-Bike fahren und/ oder wandern 🚲🎒👟🧢
- Kölsches Eck
-gebt Bescheid!
Um euch ein bißchen in Stimmung zu bringen, hier noch mehr Fotos:
- ENDE -
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28.06.2026
Von Shoegaze und neuen Musikerfahrungen
Ethel Cains ist Singer-Songwriterin und Musikproduzentin aus den USA (aus Tallahassee, Florida).
Ihre Musik lässt sich primär als Southern Gothic, Alternative Pop und Indie-Rock beschreiben. Ihre tiefgründigen, filmreifen Stücke vereinen Elemente aus Ambient, Slowcore, Folk und Shoegaze zu einem melancholischen, düsteren Klangteppich.
Das ist die Google-KI Beschreibung.
Ich höre durchaus gerne Indie, und irgendwie wurde sie mir dann angeraten als treffend. Immer diese Algorithmen – Fluch und Segen, ich sag es ja. Es gefallen mir nicht alle Songs, aber ein paar von ihr gefallen mir richtig gut. Sie kam also nach Luxembourg -... und 321go, ich bin hin! Das war am 13. Juni und noch dazu in einer Location, die mir sehr gut gefällt: im Atelier.
Ich war überrascht, einige Wochen vor dem Termin war das Konzert sogar ausverkauft. Und durchaus war das Publikum sehr multi-kulti, einige scheinen auch weitere Auto- oder Zugfahrten auf sich genommen zu haben.
Jedenfalls hat mich ihr Auftreten und das Konzert sehr überzeugt! Ich habe es gar nicht bereut.
Sie ist zarte 28 Jahre alt, es ist umso erstaulicher und bewundernswerter, dass sie so viel Tiefe, Spürsinn, Ideen und Kreativität mitbringt.
Viele ihrer Texte handeln von Religion, Traumata und Schuld.
Es ist anzumerken, dass Ethel Cain eine Kunstfigur ist (Alter Ego). Sie verkörpert die düstere, fiktive Geschichte einer jungen Frau, die im ländlichen Florida in einer streng religiösen Südstaaten-Gemeinde aufwächst und versucht, sich von generationsbedingtem Trauma und religiösem Dogma zu befreien.
Spannend und auf den Punkt gebracht finde ich u. a. diese Texte:
The more it hurts, the less it shows
(aus Sun Bleached Flies)
We had nothing except each other
You were my whole world
But then the day came
And you were up and gone
(aus A House in Nebraska)
They all wanna take her out
But no one ever wants to take her home
(aus Fuck Me Eyes)
Ich find sie sprachlich und stimmlich wunderbar klar, aber eigentlich auch doch nicht! Es schwingt ganz viel zwischen den Zeilen mit...Es bleibt Raum für Interpretation. Mein Tipp: einfach mal selbst reinhören! 🔊 Zwei Videos sind auch oberhalb des Textes verlinkt!
P.S. ich musste noch Wikipedia fragen, was “Shoegaze” genau bedeutet. 👟 Die Antwort:
Unter der Bezeichnung Shoegazing werden Spielarten der Rockmusik zusammengefasst, die sich Mitte der 1980er Jahre in Großbritannien entwickelten und sich in den 1990er Jahren international etablierten.
Shoegazing als sehr schwelgerische Musik ist zumeist durch dichte, aber melodische, mehrstimmige Gitarrenwände gekennzeichnet, die mit Hilfe elektronischer Effektgeräte und Synthesizer erzeugt werden.
Die Bezeichnung bezieht sich auf die musikalischen Protagonisten, die bei ihren Live-Auftritten oft den Eindruck erweckten, sie würden schüchtern oder selbstvergessen auf ihre Schuhe starren.
Hier noch ein Foto der Künstlerin 🙂:
25.06.2026
Kennst du mich schon?
Wer oder was ist eigentlich das "Impostor-Symptom" (vereinzelt hört man auch Impostor-Phänomen)? Welches ist die richtige Antwort:
A) Die Fähigkeit einiger Menschen, ihren Willen durch Druck und Manipulation durchzusetzen
B) Die innere Überzeugung einiger Menschen, dass ihre Erfolge nicht das Ergebnis eigener Fähigkeiten oder Qualifikationen sind
C) Die fehlende Fähigkeit einiger Menschen, ein Gespür und Verständnis zu haben, wieviel körperliche Nähe das Gegenüber als "normal" und angenehm emfpindet im Gespräch
Die Antwort findet ihr unterhalb der Bilder.
"Die innere Überzeugung einiger Menschen, dass ihre Erfolge nicht das Ergebnis eigener Fähigkeiten oder Qualifikationen sind." Das ist die richtige Antwort. B also. Das Symptom ist auch als Hochstapler-Symptom bekannt, vereinzelt sieht man es auch geschrieben mit der Endung -er (Impost-er). Es geht also um das Gefühl, die eigenen Erfolge nicht verdient zu haben und trotz offensichtlicher Leistungen als Betrüger enttarnt zu werden. Betroffene führen ihre Erfolge eher auf Glück oder Zufall zurück.
Das Nachdenken über die "falschen" Antworten hat mich an das Spiel "Nobody is perfect" erinnert. Macht viel Spaß, kann ich empfehlen! Hier ein Video, um was es da genauer geht: Link
Zurück zum eigentlichen Thema: vor allem aus beruflicher Sicht würde ich schon zustimmen, dass es ein solches Syndrom wohl gibt. Ich schließe mich den Aussagen (zum Teil vielleicht auch Vermutungen) an, dass es noch mehr die Frauen betrifft als die Männer.
Auf jeden Fall hat mich mein Text vom 18.06.2026 dazu gebracht, mehr über das Hochstaplerthema zu lesen.
Im Arbeitskontext habe ich auch mit zwei jungen Kolleginnen regelmäßig zu tun, die - vermute ich, von Selbstzweifeln betroffen sind. Ich spreche ihnen also Mut zu, gute Leistung nicht runterzureden. Man darf auch stolz auf sich selbst sein. Sich selbst feiern.
🎇😉✌️
Hochmut ist auch nichts erstrebenswertes. Aber Selbstbewusstsein an der richtigen Stelle schadet niemandem! 😊
In diesem Sinne .... Schulter klopfen... weiter machen - oder erst anfangen!😉
Quellen:
KI Google
https://www.klinik-friedenweiler.de/blog/selbstzweifel-imposter-syndrom-psychische-erkrankungen/
Danke DB!
Liebe DB,
ich lästere ja ab und an schon mal gern über dich! Ich wollte dir aber dieses Mal aufrichtig danken! Es ist sehr nett und fair, dass du eine Hitze- Kulanzregelung vorsiehst!
Danke! Wirklich ... 😁😊
Deine Anke 😘
25.06.2026
21.06.2026
Nachtrag: Tourette Syndrom und der Film "Verflucht Normal"
Am 17. Mai habe ich ja über den Film "Verflucht Normal" (I Swear) geschrieben. (Ihr findet den Text auf dieser Seite weiter unten)
Wer noch nicht im Kino war - vielleicht bietet sich das jetzt bei den seeehr heißen Temperaturen noch an? Klimatisierte Säle und so...
😉 🥵
Ich schaue ja gerne die Dokureihe Twist auf Arte und bin da auf diesen Beitrag gestoßen. Der Regisseur kommt selbst zu Wort. Ebenso John Davidson, von dessen Leben der Film handelt. Wirklich Interessant!
Einfach mal rein schauen, der relevante Teil beginnt bei Minute 15.30.
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Auf in's Kino :)
.
18.06.2026
People Pleasing ... oder eben nicht!
Caroline Wahl hat ja schon mit Veröffentlichung ihres ersten Buches (22 Bahnen) für Aufregung gesorgt.
"So werfen Kritiker unter anderem auf Instagram und der Bücher-Plattform "Goodreads" der in Kiel lebenden Autorin vor, als Tochter einer Lehrerin und eines Chirurgen die Perspektive eines "Rich Girls" zu haben und nicht wirklich in der Lage zu sein, die Realität von Armut nachvollziehen zu können".¹
Ich persönlich schließe mich der Meinung an, dass es in ihrem Roman nicht vorrangig um Armut geht. Und selbst wenn doch - müsste dann jede Zahnärztin selbst schlechte Zähne haben? Oder ein Erzieher im Kinderheim - muss er selbst im Heim aufgewachsen sein? Muss ein Koch für vegetarische Küche selbst auch vegetarisch leben?
Und als sie öffentlich sagte, sie hoffe auf den deutschen Buchpreis, stieß dies auch auf Gegner. Irgendwie ist doch oft Zurückhaltung und Kuschen erwünscht. Finde ich.
Egal, so oder so - bewunderswert finde ich, dass sie einige Momente an gewissen Situationen knabbert ... aber eben nicht lange. Einfach weiter .... Voran!
Ich bin total gespannt auf ihren neuen Roman, ich habe ihn schon vorbestellt für August. Allerdings nehme ich mir vor, ihn erst zu lesen Ende September: Am 19. September werde ich sie nämlich live sehen dürfen in Hamburg anlässlich des Harbourfront Festivals.
Vorfreude ist was schönes! 😁
Das Buch "1999 Meter über dem Meer" handelt von "Samara, einer jungen Frau, die nach dem Studium nach Berlin zieht, sich dort nicht wohlfühlt und kurzerhand in die Berge aufbricht. In St. Moritz beginnt die zuvor stets angepasste Musterschülerin zu lügen, zu mogeln und schließlich, andere Identitäten anzunehmen – wie Thomas Manns Hochstapler Felix Krull."²
Ich bin gespannt, ob es bald noch Gelegenheit gibt für weitere Kritik. Sie hat das Schaffen ihres Werkes kommentiert mit der Aussage sie sei "selbst parallel auch dreister geworden"². Man darf gespannt sein, oder zumindest bin ich es ... ;)
Quellen:
Texte:
¹
https://www.ndr.de/kultur/buch/zwischen-hype-haeme-caroline-wahl-und-der-preis-des-erfolgs,carolinewahl-104.html
²
https://www.ln-online.de/kultur/regional/caroline-wahls-neuer-roman-inspiriert-von-thomas-mann-und-guenter-grass-4SBKE3S2QNFGDFZNYV2HDOPDNI.html
Fotos:
https://hamburgtourist.info/erlebnisse/deutsches-schauspielhaus-hamburg/
von Caroline Wahl: Arne Dedert/dpa (über Lübecker Nachrichten)
16.06.2026
Liegend wachrütteln...
Ich habe mich schlau gemacht zum Thema ME/ CFS, zumal am 12. Mai der jährliche Aufklärungstag stattfand. In dem Zusammenhang stieß ich vermehrt auf Nachrichten und Reportagen. Es gab zahlreiche "Demos im Liegen".
Ich fühle mich sehr betroffen, wenn ich mir vorstelle, dass Patientinnen und Patienten:
- oft mehr als 20 Stunden am Tag liegen und schlafen müssen, teilweise unbedingt in sehr dunklen Räumen
- viele alltägliche Aktivitäten (wie zum Beispiel Kochen, Duschen, Putzen) nicht mehr selbstständig durchführen können, ohne eine Verschlechterung des Gesundheitszustands (PEM) auszulösen
- extrem reizsensibel sind (Geräusche, Berührungen, Licht)
- schlimm an grippeähnlichen Symptomen leiden und diese eben nicht nach zwei Wochen wieder nachlassen ...
- ...
Ein Patient erzählt in der Reportage davon, dass er im Jahr mehr als 3000 Tabletten schluckt. Damit ist aber keine Heilung in Sicht, nur eine Linderung der Symptome.
Mehrere Angehörige erzählen, dass sie ihren Job aufgeben um die Person zu betreuen und zu pflegen ....nach Stand von 2022/2023 wurden aber wohl vielen Betroffenen keine Pflegestufe anerkannt.
Was genau weiß man zu ME/ CFS ?
💡🖥️📺
ME/ CFS, kurz und knapp:
- steht für Myalgische Enzephalomyelitis / das Chronische Fatigue-Syndrom
- ist eine chronische Multisystemerkrankung
- das wichtigste Element des Symptommanagements bei ME/CFS ist das sogenannte Pacing. ME/CFS-Erkrankte müssen idealerweise innerhalb ihrer durch die Krankheit vorgegebenen pathologischen Belastungsgrenze bleiben, um keine Zustandsverschlechterung (PEM) auszulösen. Im Zentrum von Pacing stehen körperliche und geistige Schonung
- Kernsymptom PEM (Post Exertionelle Malaise) – eine zeitverzögerte, teils lang anhaltende oder dauerhafte Zustandsverschlechterung nach schon geringer körperlicher oder geistiger Anstrengung
- geschätzt 650.000 Erkrankte in Deutschland (Stand Juni 26)
- Experten und Expertinnen gehen davon aus, dass die Zahl der Erkrankten durch SARS-CoV-2 Infektionen stark gestiegen ist
- Long Covid ist aber kein Synonym dazu ...
- geschätzt über 40 Millionen Erkrankte weltweit (Stand Juni 26)
Die deutsche Gesellschaft für ME/CFS e. V. sowie andere Organisationen verfolgen unter anderem diese Ziele:
- die Anerkennung von ME/CFS als schwere, körperliche Erkrankung
- Aufklärung der gesellschaftlichen Öffentlichkeit und medizinischer Fachkreise über ME/CFS und die Situation der Betroffenen
- Ausbau der medizinischen und sozialen Versorgung von ME/CFS-Erkrankten und ihren Angehörigen
Was ist eine #LiegendDemo?
Eine „LiegendDemo“, eine „Demonstration im Liegen“, ist eine Protestform, bei der sich die Teilnehmenden symbolisch auf den Boden legen. Damit machen sie sichtbar, was für viele Menschen mit ME/CFS Alltag ist: massive körperliche Schwäche, extreme Belastungsintoleranz und ein Leben, das sich oft auf das Liegen in reizarmen, abgedunkelten Räumen reduziert.
Quellen:
Reportagen:
https://www.youtube.com/watch?v=aRh8rBnEadI
https://youtu.be/pxkFh7Kz4j8?si=p5brVgBdaLu0lBoq
Texte:
#LiegendDemo
deutsche Gesellschaft für ME/CFS e. V.
Bild:
https://liegenddemo.de/
10.06.2026
Gekonnt ist gekonnt!
Alles rund ums Marketing finde ich spannend.
Zudem weiß ich, dass Blutspendezentren phasenweise damit kämpfen, finanzielle Mittel zu erhalten - oder eben Blut- oder Plasmaspenden.
Mir fiel der "Zeitungsartikel" hier unten kürzlich wieder in die Hände. 2014 war das, in Sydney, Australien.
Finde ich gut. Lockt einem ein Schmunzeln ins Gesicht. Eine nicht ganz alltägliche Idee - und heutzutage über KI und andere digitale Tools ja noch einfacher zu realisieren. Über Platformen wie Insta findet sich ja sicherlich auch eine passende "Bühne".
Ich nehm das Foto (des Artikels) einfach mal mit, wenn ich nochmal beim Roten Kreuz Luxembourg aufschlage. Vielleicht sind sie ja offen für neue Ideen. ✌️💡Zumindest bleibt es ja ein wesentliches Ziel, die Spendenaktivität stabil zu halten bzw. weiter zu erhöhen ... 🦾
09.06.2026
Liebeserklärung für Hasi, die eigentlich eine Katze ist:
Du bist schmusig, lieb und leise,
ab und an ist Abstand aber weise.
Die LED-Lampe, die im Garten steht,
du hast sie einfach umgefegt.
Das Spannvlies unter der Couch,
mit Spuren deiner Krallen,
Autsch!
Mäuse verzehrst du immer mal wieder,
schluckst aber ihre Gallen nicht nieder.
Du bist sanft und zart und rollst dich gern,
gemütlichen Plätzen bleibst du nie fern.
Seit du da bist, lachen wir mehr,
nein, wir geben dich nimmer her!
Du liegst uns am Herz' und bringst uns viel Freude,
wir feiern dich, besonders heute!
Alles Gute zum Geburtstag, wundervolle Nala! 💞💚💛💞HaPpy BiRthdAy!
08.06.2026
Diese beiden Texte habe ich geschrieben als Teilnehmerin in einem interessanten Onlinetraining von Artistravel (Link) am 31. Mai. Das Thema lautete "Zwischen Poetry Slam und Lyrik". Wir waren eine kleine Gruppe, drei Teilnehmerinnen, und konnten umso besser die Zeit nutzen für den Austauch und um viel zu lernen von der Referentin Mayjia Gille (Link). Sie war sehr herzlich und engagiert und hat sich bemüht, uns Hilfestellung zu geben, die uns auch wirklich weiterbringen könnte.
Das war definitiv interessant und lehrreich!💡✌️
Bei der Übung ging es darum, in 20 Minuten unsere Gedanken zu Papier zu bringen zur Überschrift "Meine Zeit ist". Das verlief gewollt ohne nähere Anleitung. Ich habe ja Tendenz zum “schnell sein”, einfach auch, weil ich meine Texte gerne intuitiv halte. Ich habe also an Länge gespart, aber habe stattdessen zwei geschreiben:
Meine Zeit ist
am Telefon. Getaktet. Gestresst.
Wann kommst du? Fragt sie mich.
Ich warte! Ermahnt sie mich.
Was soll ich sagen?
Wie ehrlich muss ich sein?
Ich will sie. Ich brauche sie. Ich kann sie aber gerade nicht finden.
Ich denke ich muss mich um eine Antwort winden.
Zeit muss ich schinden.
Kann mich einfach nicht binden.
Ich lege es auf – das Telefon. Es bleibt ein Gefühl von Hohn.
Meine Zeit ist
... das, was ich mit ihr mache.
Und nicht du.
Und nicht ihr.
Und nicht irgendwer sonst.
Sie ist da, weil ich das so will.
Weil ich sie mir nehme.
Ich entscheide mich für sie. Bewusst. Ganz bestimmt.
Sie ist kein Gestern, sie ist kein Morgen.
Und auch kein Bald.
Sie ist ein Jetzt.
Mein Jetzt.
Ich hab das verstanden.
Dir steht es noch bevor.
Füll du deine Zeit
Und ich die Meine.
Gemeinsame Zeit haben wir keine!
Meine Zeit bin ich.
Ohne Dich.
04.06.2026
Das verdient er nicht, der schwarze Hund!
Am Freitag 29. Mai war ich als Zuhörerin mit dabei bei der Saarlandmeisterschaft Poetry Slam in der Garage in Saarbrücken. Es war ein gelungener Abend, als Special Guest trat noch der Pfälzer Anuraj Sri Rajarajendran auf. Letztes Jahr konnte er sich sogar über den Titel des deutschen Meisters freuen.
Vielleicht ist das ein Phänomen des Zeitgeistes. Einige Texte hatten mehr Schwere und Melancholie, als das sonst üblich ist, würde ich argumentieren. Aber das hat sie nicht weniger wertvoll und aussagestark gemacht.
Einen sehr verdienten zweiten Platz belegte Vivian Schäfer.
Auf Platz 1 freute sich Madeline Schach, die damit den Titel aus dem Vorjahr nochmal verteidigen konnte.
Sie arbeitet für die “Oase” (Caritas), welche Hilfen bietet für Kinder psychisch erkrankter oder psychisch in besonderer Weise überlasteter Eltern.
Ihr Finaltext hatte Schnittstellen zu ihrem Beruf, womöglich auch zu eigenen Erfahrungen. Es ging um “den schwarzen Hund”, welcher ja als Metapher für Depressionen und Seelentiefs steht.
Wer dazu noch nicht so viel weiß, findet vielleicht dieses Video interessant:
Ich fand ihren zweiten Auftritt (übrigens auch den ersten) wirklich spitze! Der schwarze Hund ist nicht alleine, es gibt z.B. noch einen Hund für generalisierte Angststörungen, ebenso einen für Schizophrenie. Auf dem Hundeplatz finden sie sich sogar alle zusammen...🐕🦮🐕🦺🐩
Dafür kann die Künstlerin ja nichts: Ich selbst finde es nicht gut, dass sich der schwarze Hund so bewährt mit seiner Symbolik. Ich bin nun mal Tierliebhaber und befasse mich ja durchaus regelmäßiger mit Tieren, mit Suchmeldungen, Vermittlungen, Tierschutz, etc.
Es ist nachweislich so, dass schwarze Tiere in Tierheimen viel länger auf ein Zuhause warten. Wenn sie denn dann überhaupt eines finden. Das tut mir leid und ich mache mir dazu meine Gedanken..🌚🤨
Zudem ist es nachweislich so, dass, paradoxerweise, eben auch gerade Hunde den Menschen (ggf. auch ihren Angehörigen) helfen, sich besser zu fühlen oder (teilweise) zu heilen von Depressionen. Quellen gibt es zahlreiche, ich kopiere unten mal nur zwei.
Ich werde mir also Gedanken machen ... und separat einen Text schreiben, welche Symbolik vielleicht alternativ zum “schwarzen Hund” in Frage kommen könnte.
321, go, das Ideenkarussell dreht sich ... ☸️✴️
Quellen:
https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/schwarzer-hund-depression
https://www.caritas-schaumberg-blies.de/hilfe-und-beratung/psychische-erkrankungen/oase-hilfe-fuer-kinder-psychisch-kranker-eltern/oase-hilfe-fuer-kinder-psyhisch-kranker-eltern
https://www.bavariadirekt.de/magazin/hunde-gegen-depressionen/
https://www.tierportal-muenchen.de/unser-service/aktuelles/3767-hunde-helfen-gegen-depressionen.html
31.05.2026
Um mich her - um mich herum
Vogelgezwitscher. Und das leise Rascheln der Sträuche.
Es klicken die Tasten. Ganz leise.
Gleichmässiges Motorenbrummen. Zarte Sonnenstrahlen.
Kaffee, du duftest so herrlich. Unentbehrlich.
Bin ich da. Und bleibe ich da.
Den obigen Text habe ich geschrieben als Teilnehmerin in einem interessanten Onlinetraining von Artistravel (Link). Das Thema lautete "Zwischen Poetry Slam und Lyrik". Wir waren eine kleine Gruppe, drei Teilnehmerinnen, und konnten umso besser die Zeit nutzen für den Austauch und um viel zu lernen von der Referentin Mayjia Gille (Link). Sie war sehr herzlich und engagiert und hat sich bemüht, uns Hilfestellung zu geben, die uns auch wirklich weiterbringen könnte.
Es war definitiv nicht meine letzte Teilnahme! 💡✌️
Bei der Übung ging es darum, in knapp 10 Minuten unsere Gedanken zu Papier zu bringen zur Überschrift "Um mich her - um mich herum". Das verlief gewollt ohne nähere Anleitung, das lyrische Ich musste also auch nicht unbedingt die Schreiberin selbst sein.
Es war total faszinierend, wie unterschiedlich wir jeweils an die Aufgabe ran gegangen waren und ich fand, man konnte auch viel Inspiration mitnehmen von den anderen Teilnehmerinnen. Es war ein längerer und persönlicherer Text mit dabei, aber ebenso noch etwas mit Humor und Leichtigkeit.
29.05.2026
Die Sache mit dem Mut.
Mut muss nicht immer laut sein!¹
Die Sache mit dem Mut
Zum ersten Mal vom Dreimetterturm gesprungen – gestern haben wir im Schwimmbad einen kleinen Knirps dabei beobachtet. Das war schön. Er hat sehr stolz und glücklich gelächelt. Mutig war das, würde man sagen.
“Was du dich traust” oder “ist das mutig” – mir wurde das z.B. gesagt nach ...
...meinem Bungeesprung am 24.01.2014 – von der Kawarau Bridge in Neuseeland (auf der Südinsel, in der Nähe von Queenstown).
Ist so ein Sprung wirklich mutig? Oder eher leichtsinnig?
Auf jeden Fall habe ich mich damals recht spontan dazu entschieden, ich wurde irgendwie in dem Hostel, in dem ich übernachtet hatte, von dem “wir-machen-das-Fieber” angesteckt
Das war schon toll! Spontan und wild und frei ...
Heute würde ich es mich vermutlich nicht mehr trauen.
(Fotos und Fortsetzung unten)
(Fortsetzung)
Heute schau ich aber auf das Thema Mut aus einem anderen Blickwinkel.
Mutig finde ich selbst z.B.:
- in eine Klinik zu gehen, um sich helfen zu lassen (noch mehr bei psychischen Themen als bei physischen)
- sich zu trennen
- einen “soliden” Job aufzugeben um jemanden zu pflegen, ein Ehrenamt auszuführen, zu studieren oder beruflich umzusatteln, ...
- vom Angestelltenverhältnis in die Selbstständigkeit zu gehen
- eigenen Wünschen nachzugehen und nicht den Erwartungen Dritter (sehr) gerecht zu werden
- etwas zu tun und nicht ewig davon zu reden: einfach mal machen, es könnte ja gut werden, ...
- sagen, dass es einem nicht gut geht, wenn die Menschheit erwartet, dass man antwortet “ja ja, alles gut"
- gewisse Berufe und Berufungen: Bestatter/-in, Hospizmitarbeitende, Tierschützer/-innen, Migrationshelfende...
Literatur gibt es zahlreich zu dem Thema. Ich beende nun aber meinen Text mit einer Zusammenfassung, die meines Erachtens sehr gut passt:
Mut verlangt von uns, dass wir für das eintreten, woran wir glauben, dass wir unsere wahren Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringen und unseren Leidenschaften nachgehen, auch wenn wir auf Widerstand stoßen oder möglicherweise scheitern².
Up to you :)
Was ist eigentlich Mut für dich?
Wer ist mutig?
💡
Quellen:
¹ in Anlehnung an den Buchtitel von Mary Anne Radmacher "Courage does not always roar"
² https://positivepsychology.com/de/mut/
27.05.2026
Bei sich selbst sein
Franzi ist mittlerweile zu einer guten Freundin geworden. Ursprünglich kenne ich sie, weil sie Wanderguide ist und tolle Touren anbietet. Wir verstehen uns auch von unseren Interessen her sehr gut und sind im gleichen Alter.
Sie splittet ihr Jahr in 2 Hälten: sie lebt in einer WG in Dresden (sie ist ein Dresdener-urgestein-in 🤓😁) und führt Touren sowohl in der Sächsischen Schweiz, als auch in den Alpen oder einigen anderen Plätzen in Europa (z.B. auf Mallorca). Von ungefähr Oktober bis April lebt und arbeitet sie in Patagonien. Das schon seit 3-4 Jahren.
Sie hat auch viel Spaß an Yoga. Und am Denken und Nachdenken.
Was ich von Anfang an bewundernswert fand an ihr: sie kann gut den Moment leben und erleben. Präsent sein. Teilweise muss sie das natürlich auch, ihr Job bringt schon sehr viel Verantwortung mit sich.
In einem Gespräch über Ideen und Wünsche, auch für die Zukunft habe ich sie gefragt, ob sie gerne das ganze Jahr über in Deutschland (bzw. Europa) wäre. Zugegeben, das hätte ich irgendwie ein bißchen so erwartet. Das schien mir logisch.
Stattdessen meinte sie, dass sie sich eher "ganz" in Patagonien sieht.
Warum?
"Ich bin dort ein Mensch, den ich noch besser leiden kann. Ich passe besser in dieses Leben und das Leben zu mir".
Schön formuliert, finde ich.
Das klingt nach.
Das hat mich dazu gebracht, darüber nachzudenken was (Situation, Ort, Aktivität) (-oder wer) diesen Effekt auch auf mich hat. Und ob es überhaupt so ist.
Es gibt auch für mich einen solchen Ort. Für mich sind es Orte und Situationen, in denen ich mit Tieren zusammen bin.
Bei mir selbst
...bin ich also, wenn ich mit Tieren zu tun habe.
Dann fallen Macken weg, die ich in anderen Bereichen und Situationen (teilweise) feststelle an mir selbst. Oder Macken, von denen ich weiß, dass Dritte sie mir (eher) zuschreiben.
Ich kann über Ärgernisse wegsehen (oder sie fallen mir nicht mal auf) und ich lache viel.
Ich bin dann ein Mensch, den ich um Hilfe bitten würde. Den ich zugänglich und authentisch finde.
Es ist viel wert, dass ich das weiß. Und eigene Tiere habe - sowie den Kontakt zu Menschen, die auch mit ihren lieben Vierbeinern on Tour gehen. 🤩
25.05.2026
Treibsand deluxe: Gartenstuhl verschwindet im Kies!
Wir schreiben das Jahr 2016. August 2016. Enge Freunde heiraten in Frankreich, in der wunderschönen Gegend Périgord. 🎇
Weil die Region sehr viel zu bieten hat, mieten sich viele von uns ein in schönen Blockhäusern. Es gibt einen Pool, wir grillen zusammen oder kochen und verbringen die Abende mit Musik und Wein. So richtig französisch. Trop bien!
Ich bin in einen kleinen Unfall verstrickt. Oder soll ich sagen: Umfall?
Kurze Klarstellung vorab: nein, es war kein Alkohol im Spiel! Wirklich nicht. Das ganze ereignete sich beim Frühstück, wie ihr erkennen könnt, konnte ich sogar meinen Teller inklusive Pfirsich, unversehrt retten. Witzigerweise habe ich auch den Umfall bemerkt, es war nur so unwirklich und unspezifisch, dass ich das nicht kommentieren konnte. Vielleicht fiel mir auch gerade nicht ein, wie man auf Französisch sagt "ich sinke". Ich weiß es nicht.
Auf jeden Fall haben wir gut gelacht! Bis der Bauch weh tat ... Und obwohl zu der Zeit Smartphones noch etwas weniger verbreitet waren, oder sie zumindest weniger gut geeignet waren zum Fotografieren, hat es noch gereicht für diesen Schnappschuss ...🎬😁
Mir fehlte nichts. Dem Gartenstuhl tatsächlich auch nicht. Es war eben einfach ein Stuhlbein, das versunken war im Kies. Eigenwillig!
Lieben Dank, les amis, für diese wunderschöne Zeit! 💛
P.S.: Sehr sehenswerte Gegend. Und sehr nett war die Unterkunft: Gîtes de Plamont. 🏠
25.05.2026
version française
Petit accident - une chaise de jardin disparaît dans le gravier!
Nous sommes en 2016. En août 2016. Des amis proches se marient en France, dans la magnifique région du Périgord. 🎇
Comme la région a beaucoup à offrir, nous sommes nombreux à louer des gîtes. Il y a une piscine, nous faisons des barbecues et passons les soirées en musique et autour d’un verre de vin. À la française. Trop bien !
Je suis victime d’un petit accident. Ou devrais-je dire : d’une chute ?
Petite précision d’emblée : non, l’alcool n’était pas en cause ! Vraiment pas. Tout s’est passé au petit-déjeuner ; comme vous pouvez le voir, j’ai même réussi à sauver mon assiette, pêche comprise, sans qu’elle ne soit abîmée. Curieusement, j’ai aussi remarqué la chute, mais c’était tellement irréel et imprécis que je n’ai pas pu faire de commentaire. Peut-être que je ne savais pas non plus comment on dit «ich sinke» en français. Je ne sais pas.
En tout cas, on a bien ri ! Jusqu’à en avoir mal au ventre… Et même si, à l’époque, les smartphones étaient encore un peu moins répandus, ou du moins moins adaptés à la prise de photos, ça a quand même suffi pour ce cliché…🎬😁
Je ne manquais de rien. La chaise de jardin non plus, d'ailleurs. C'était juste un pied de chaise qui s'était enfoncé dans le gravier.
Merci, les amis, pour ces moments inoubliables! 💚
P.S. : Une région qui vaut vraiment une visite. Et l'hébergement était très sympa : les Gîtes de Plamont. 🏠
20.05.2026
No matter where I'll go, I'll hold you
Gonna hold you in my mind
Gonna hold you in my mind
And I won't let go, I'll hold you
Gonna hold you in my mind
Gonna hold you in my mind.
Quelle: Mighty Oaks, Song "Forget Tomorrow" (2020)
17.05.2026
Mehr “Dotties” für die Welt, bitte!
Dottie, gespielt von Maxine Peake, schafft im Film “I SWEAR” (zu deutsch: “Verflucht normal”) das, was zuvor Eltern, Pädagogen und Freunden bzw. Bekannten nicht gelingt:
Sie sieht in der Filmfigur John auch einfach John, nicht nur, oder nicht vordergründig sein Tourette-Syndrom. Sie reduziert nicht, sie nimmt an, was da ist. Dass sie es schafft, nicht permanent Erwartungen zu stellen (an sich und an Andere) und viel Leichtigkeit an den Tag legt – das bleibt mir hoffentlich in Erinnerung! Ich nehme es mir fest vor ...
Die britische Filmbiografie hat mich sehr mitgerissen und überzeugt. Sie spielt in den 80er Jahren in Schottland.
Sie rüttelt die Zuschauer auf bezüglich des Themas Tourette und vor allem eine Erkenntnis klingt noch lange nach: das Gilles-de-la-Tourette-Syndrom wurde erst sehr spät genauer entdeckt und überhaupt als Krankheit anerkannt. Wieviele Menschen da wohl schon heimlich, still und leise leiden mussten? Nach innen,... Das ist ein schlimmer Gedanke.
Nach außen ist die Krankheit, eine Spektrum-Erkrankung, nun ja eher (sehr) laut:
- Nachahmen von Tiergeräuschen
- Fluchen
- wiederholtes Aussprechen von obszönen Schimpfwörtern
Man spricht von sogenannten Tics, die durchaus mehrfach am Tag auftreten, permanent oder in Serien.
Ich kann den Film sehr empfehlen. John wird schon auch Opfer von Prügel und von Mobbing, ...Oft gehört er einfach nicht dazu! Aber der Filmemacher Kirk Jones richtet den Fokus bewusst auf Menschen, Gesten und Aktivitäten, die John helfen und ihm Mut machen. Diese bringen ihn auf den Weg, durch mehr Aufklärung und eigene Initiative (z.B. Workshops für Betroffene) einen wertvollen Beitrag zu leisten zu mehr Akzeptanz und Toleranz. Johns Engagement wird 2019 durch die Verleihung des “Order of the British Empire” durch die britische Königin Elisabeth II. gekrönt. Vor Aufregung schleudert er ihr im Rahmen eines Tics ein „Fuck the Queen!“ entgegen... Uuups.
321, go. Ab ins Kino! 🎬📽️
12.05.2026
Wir können alle ein Leben retten.
Jede Sekunde zählt.
Luxembourg hat eine tolle Initiative ins Leben gerufen. Nationalweit! Auch Grenzgänger können - je nach Region - zu Helfern werden:
Wer die App nutzt, wird alarmiert wenn es in der direkten Umgebung zu einem Herzstillstand kommt.
Auch nicht medizinisch ausgebildete Menschen können sehr wichtig sein: ihre Aufgabe besteht darin, mit Hilfe der App einen automatisierten externen Defibrillator (AED) zu holen und zum Opfer zu bringen.
In Deutschland gibt es auch verschiedene Initiativen. Teilweise sind Hilfsmaßnahmen regional organisiert.
Ein Beispiel ist dieser Anbieter:
11.05.2026
Man hört ja immer mal sowas wie “Google kennt dich besser als deine Freunde oder Familie”. Und dann kommen nach und nach ja noch mehr prompts dazu, neben Google.
Die Vorstellung hat mich gleich etwas überfordert – noch nutze ich die KI gar nicht sooo viel. Bisher.
Daher dachte ich, ich teile mal ein paar Stichpunkte aus meinem Googleverlauf. Solange sich das noch irgendwie sortieren lässt.
Es schadet nie, was neues zu lernen. Außerdem fänd ich es, wie schon häufiger angemerkt, spannend, dass jemand aus dem Freundes- oder Familienkreis es mal zum Jauch schafft (Wer wird Millionär). Ich möchte das bitte nicht sein, wie in meinem Text erklärt vom 03.05.26 (ebenso hier unter Gedankenblitze) brauche ich tendenziell Zeit zum Denken, das heißt ich würde die Vorauswahl nicht bestehen. Und als Telefonjokerin eigne ich mich auch nicht (Bitte zur Kenntnis nehmen!). (Anm. d. R. Ich habe andere Qualitäten...✌️)
Ich liste mal hier Begriffe oder Gedanken, wer mehr darüber lesen will: unten stelle ich Links rein, zudem gibt es ja noch Google, KI, ...
Lasst mich noch anmerken. Manches war auch “ne Frage für einen Freund”, klar! 🤓
Kreisrunder Haarausfall bei Katzen:
Kreisrunder Haarausfall bei Katzen deutet oft auf eine ansteckende Hautpilzinfektion (Ringwurm) hin, erkennbar an kahlen, schuppigen oder entzündeten Stellen. Auch Parasiten (Milben), Allergien, hormonelle Probleme oder psychogener Stress (übermäßiges Putzen) können kahle Stellen verursachen. Ein Tierarztbesuch zur Diagnose ist zwingend erforderlich (Quelle: Google – Übersicht mit KI)
Anm. d. R. Wir waren dann aber nicht direkt beim Tierarzt, wir haben stattdessen ins Zwerchfell geatmet. Die Katze lebt noch, wir alle, und die Haut wurde doch schnell wieder besser an der Stelle ...Glück gehabt 🐷
Wort des Jahres 2025:
“KI-Ära” wurde Wort des Jahres, ... auf Platz 2 folgte “Deal”.
Furunkel:
Ein Furunkel ist eine eitrige Hautentzündung, die durch Bakterien hervorgerufen wird. Er ähnelt einem sehr großen Eiterpickel, liegt aber in tieferen Hautschichten und ist viel schmerzhafter.
Hikikomori:
Sie hocken in ihren winzigen Zimmern, vor ihren Rechnern, liegen auch tagsüber auf ihren Betten. Nach draußen gehen sie allenfalls nachts, und auch das nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Raus ins Leben? Von wegen. Für diese Jugendlichen spielt sich das Leben auf wenigen Quadratmetern ab. Es ist ein Leben in der selbstverfügten Isolation – monatelang, jahrelang, mitunter jahrzehntelang. Hikikomori heißen sie, das kommt vom japanischen Wort für „sich zurückziehen“.
Dazi (搭子):
Definition: Ein „Dazi“ (wörtlich etwa „Partner“ oder „Kumpel“) ist ein Mensch, mit dem man eine spezifische Aktivität teilt, ohne eine tiefere emotionale Bindung einzugehen.
Funktion: Es sind präzise, funktionale und oft temporäre Beziehungen – etwa ein „Essens-Dazi“, „Fitness-Dazi“ oder „Reise-Dazi“.
(Quelle: Google – Übersicht mit KI)
Ato Berlin Shop:
https://www.atoberlinshop.de/
(selbsterklärend 😉)
Französischsprachiger Film “Juste une illusion”:
über allocine.fr, Link
(sehenswert und unterhaltsam, könnte vielleicht 15 Minuten kürzer sein)
Papageno-Effekt:
Die Macht der Worte – Kann eine Geschichte wirklich Leben retten? Ja – eine Geschichte kann Leben retten. Der sogenannte Papageno-Effekt beschreibt, wie positive Erzählungen über die Bewältigung von Krisen Menschen in seelischer Not stärken und dazu beitragen können, Suizidgedanken zu verringern. Geschichten von Hoffnung und Überwindung können das Vertrauen in Hilfe stärken, den Blick auf mögliche Lösungen lenken und das Gefühl vermitteln, nicht allein zu sein.
Ursprung des Begriffs: Benannt ist der Effekt nach der Figur Papageno aus Mozarts Oper Die Zauberflöte. Papageno, ein lebensfroher Vogelmensch, (...)
NexGard:
Wie oft muss man das nochmal verabreichen .... dem Hunde ... ? Zum Schutz gegen Zecken, Flöhe, Milben
Link
Patrick Thomalla und seine Pferdewelt:
Er wurde in einer Arte-Reportage genannt, und ich gebe zu: ich habe gut gelacht! Zumindest über dieses Video.
Link
... Uuuund - zum Abschluss, meine Frage: Checkt nun auch wer von euch noch seinen Verlauf? ;)
Quellen/ Links:
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/wort-des-jahres-2025-ki-aera-100.html
https://www.gesundheitsinformation.de/furunkel-und-karbunkel.html
https://www.lmu.de/de/newsroom/newsuebersicht/news/hikikomori-das-leise-verschwinden-9cb47572.html
Reportage über China und die Dazis (Einsamkeit) auf Arte:
https://www.youtube.com/watch?v=ijxerKMnqgE
08.05.2026
Break the rules!
Ach, liebe Blanca, ... gerne würde ich dich fragen, ob ich das Foto unten zeigen darf (von uns beiden). Es gibt aber einige Gründe, warum das nicht geht:
- ich weiß von dir nur deinen Vornamen
- ich habe keine Kontaktdaten von dir
- ich weiß nicht, ob du noch lebst, wo du lebst, ... ob du hoffentlich gesund bist und zufrieden - und deine liebe Familie ebenso. An sich wusste ich auch noch nie genau, wo du lebst..
- ich erinnere mich nicht, ob du lesen kannst (Spanisch lesen kannst), ... und ich frage mich, ob du heute auch Handy und Computer nutzt
Woran ich mich aber noch erinnere, wirklich gut und "frisch", ist deine Fürsorge, Herzlichkeit, Unvoreingenommenheit,... dein Lachen ... deinen Fleiß.
Als ich 2007 einige Monate lang in Antigua, Guatemala war - da hattest du uns in der Unterkunft versorgt. Mit guter Laune, mit Zuspruch, mit Einkäufen und mit Essen, .. Aufräumen und Putzen. Dein Job war sicherlich oft ein Knochenjob.
Ich sag dir auch hier nochmal von ganzem Herzen Danke dafür! 💟💟💟
Du musstest angepasst sein, der Job war natürlich sehr wichtig für dich! Du bist deinen Pflichten nachgekommen. Hast hart gearbeitet. Deine Chefin, an sich schon auch ein anständiger Mensch, hat dich eben im Blick gehabt. Kontrolle ist besser! Das ist so. Die Reisenden müssen sich wohl fühlen, trotz allem erwartet der/ die ein oder andere eben auch europäische Standards. Die Unterkunft soll weiterhin beliebt sein und angefragt werden ...
Mittags hast du manchmal das Fernsehgerät angeschaltet im Wohnzimmer. Statt weiter den Boden zu wischen. Pause!
Leiser Ton ... alles eher heimlich ... Mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht. 😉
Super gemacht, ...✌️👻 You broke the rules.
Sometimes.
Dafür feiere ich dich nochmal mehr!
Muchos besos, querida Blanca !
Ein paar weitere Fotos gibt es hier 🙂
03.05.2026
Bedienungsanleitung! Der Win-Win-Umgang mit Anke ...
Gerade fiel mir auf: auf der Seite "über uns" (Link) habe ich Akiros "red flags" beschrieben. Nicht aber meine. Ich könnte das jetzt gaaanz schnell noch ergänzen (ich kenne meine red flags nämlich seeehr gut) - das find ich aber langweilig und irgendwie auch nicht lösungsorientiert.
Es soll ja darum gehen, den Umgang miteinander zu verbessern.
Versteht das jetzt bloß nicht falsch, ich liebe es, mit engen Freunden und Familie zusammen zu sein. Ich würde auch denken, dass der Umgang insgesamt für beide Seiten seeehr viel Freude bringt, zumindest sehr oft. In einer richtig großen Mehrheit von Fällen.
Beruflich gebe ich aber zu, dass es mit Ende 20 noch unheimlich spannend war, wenn es darum ging, neue Kollegen (m/w/d)
kennen zu lernen und mit ihnen zu arbeiten, also Menschen unterschiedlichen Alters, Kulturkreisen, usw. Oft macht mir das auch heute noch Spaß, aber eben nicht immer. Bzw. ist man im beruflichen Kontext nun auch zu Teilen "fremdgesteuert".
Und die Tagesform ist eben auch nicht jeden Tag die gleiche, das ist nun mal so. So ehrlich muss man sein.
Ich bin meinem damaligen Arbeitgeber sehr dankbar, ebenso meiner Ex-Chefin Carole, dass wir als Team im November 2021 den "Insights Discovery" Persönlichkeitstest mitmachen durften (>weitere Informationen zum Produkt). Das ganze war auch noch gekoppelt an Teambuilding-Übungen. Wirklich eine gute Erfahrung! Ich denke, dass die Erkenntnisse daraus tatsächlich die Zusammenarbeit noch weiter gestärkt und verbessert hatten. Das Geld und die Zeit waren super investiert.
Um jetzt keine Ergebnisse zu verfälschen, zitiere ich in Englisch aus meinem persönlichen Bericht.
Stärken:
- curious and keen observer of life
- relaxed about what others may think of her
- focused and determined
(es gibt noch 7 weitere, aber die hier, finde ich, sagen schon viel aus über mich)
Schwächen:
- her desire to organise her thoughts can make her appear inarticulate
- more interested in intellectual rather than practical challenges
- a tendency to bear a grudge against those who do not share her values
(es gibt noch 7 weitere, ich halte das aber einfach wie oben)
Und nun geht es um "effective communication". Ich enthalte euch nichts vor, es sind 12, ich nenne sie alle.
Ich fange aber mit den 3 an, die für mich am stimmigsten sind:
- leave time for the relationship as well as the task
- provide clear direction with strict agendas, deadlines and procedures
- provide an environment which allows her to express her thoughts
- expect some resistance if you are suggesting change
- take care that you don't overload her
- allow time and opportunity for her to express her feelings
- deal with her in an honest and sincere way
- accept that "reflecting time" is essential to enhance her performance
- ask how she feels about the things she does
- expect her to come back later for clarification
- speak slowly and sincerely
- respect her privacy
Gerade habe ich nochmal Korrektur gelesen. An sich betrifft es ja kein Unternehmen, sondern mich. Ich denke ich drucke die Liste einfach aus, und gebe sie Menschen in die Hand, mit denen ich zusammen arbeite oder zusammen arbeiten werde. Oder zusammen arbeiten muss. 💬
Find ich gut. Bin zufrieden mit mir selbst.
Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.
Tschööö 🤗
😗
30.04.2026
The stage was yours! Danke, dass ihr eure Vorbilder geteilt habt!
Zwölf Menschen aus dem Familienkreis oder Freundes- und Bekanntenkreis haben mir ein Feedback gegeben zum Thema "Vorbild". Auf deren eigene Initiative oder aber auf meine Nachfrage hin.
Egal wie - in jedem Fall herzlichen Dank dafür. Das war spannend! 💟
Das Ergebnis:
- drei Personen können (noch) kein Vorbild benennen, eine darunter sagte es seien "verschiedenste Menschen aus ihrem Umfeld für verschiedene Bereiche"
- eine Person nannte zwei Vorbilder, beide aus dem privaten Bereich. Zusammenfassend geht es um Werte und Eigenschaften, wie z. B. Resilienz, Toleranz, Großzügigkeit, Menschlichkeit
- zwei Personen nannten sowohl ein Vorbild aus dem privaten Umfeld, als auch ein berufliches Vorbild
- der Großteil nannte (recht intuitiv) Vorbilder, die gekoppelt sind an Beruf/ Berufung/ Fachwissen. Es sind oft Menschen, die früh in ihr Leben getreten sind (Ausbildungszeit). Natürlich gibt es da automatisch auch Schnittstellen zu "menschlichen" Eigenschaften im weiteren Sinne: z. B. Gelassenheit, Humor, Grenzen setzen, Kreativität, Persönlichkeitsentwicklung und Selbstreflexion
- ein Autor wurde auch noch als Vorbild genannt.
Zudem sagte mir eine Person bei der Arbeit bei einem "Zufallsgespräch", sie wusste schon seit der Grundschule, dass sie Grundschullehrerin werden wollte. Weil sie da ein Vorbild für sich entdeckt hat. Sie ist jetzt Mitte 50, Grundschullehrerin (!) und ist immer noch mit ihrem Vorbild in Kontakt. Sehr berührend und inspirierend.
😀🤗 AGAIN: A BIG THANK YOU !
26.04.2026
Viele Flausen - und ein ganz fieses Fussel!
Das ist er! Der Thron. Zumindest kommt das Bild ihm sehr nahe! Hier ein Foto ¹ :
An sich haben wir den "Thron" aber gar nicht so genannt. Er hat uns allerdings sehr viel Freude bereitet und wir haben uns majestätisch gefühlt. Daher passt der Name perfekt.
Wir, das sind meine Schwester Annika und ich.
Es steht noch, das Bauernhaus! In einer ländlichen Gegend, unweit von Zweibrücken. Meine Oma lebt sogar noch darin mit ihren knapp 90 Jahren. 🤗
Den Sessel gibt es aber dort nicht mehr. Als wir um die zehn Jahre alt waren, war er für uns wirklich ein Highlight. Er stand (anders als auf dem Foto!) auf Rollfüßen auf einem dicken Teppichläufer. In der "Stube", direkt nach der Haustür rechts. Ich habe den Geruch nach Gemütlichkeit noch in der Nase. 👃Und die Einrichtung noch vor meinem inneren Auge.
Wir haben ihn zweckentfremdet. Mit ihm und auf ihm rumgeturnt. Wir Heldinnen. Damals war allgemein "Material" qualitativ noch hochwertiger, noch stabiler. Nicht gemacht zum Kaputtgehen.
Dennoch: Es wäre bestimt auch legitim gewesen, uns das zu verbieten. Oder war es verboten und wir haben es trotzdem gemacht? Nein, ich bin fast sicher, dass es in der schönen Stube eine gewisse Toleranz gab - und eine Laissez-faire-Haltung der besonderen Art.
Wie genau lief dieses Turnen also ab? So war das:
Ein freches, gertenschlankes Zwillingsmädel (A) saß auf dem Sessel. Die Andere (B) hat den Sessel ruckartig umgekippt, mit der Rückenlehne Richtung Boden fallend. Im "Fluge" 🦅 hat sich also Stuntfrau A bei Ankunft auf dem Teppich über die Rückenlehne aus dem Sessel rausgehievt - in Form einer geübten Rückwärtsrolle. Und sie kam so zum Hocken oder gar Stehen.
Dann wurde getauscht. Und der Sessel wurde dafür logischerweise wieder aufgerichtet.
Und dann nochmal.
Und dann geht es ja um Tradition und um Wissenstransfer. Passenderweise gab es da unsere Cousine (über die Schwester meiner Mum), sie ist sechs Jahre jünger. Mit ihren etwa vier Jahren durfte auch sie also auf den Thron. Wow! Sie ließ sich vertrauensvoll auf unsere Ideen ein 💡...
Mutig hat sie sich die Rückwärtsrolle getraut. Und sie gemeistertet. Prima!
Stolz und... Lachen! Und plötzlich: Tränen. Oh nein! Der kippende Sessel hat wohl einen Windstoß verursacht. Der wiederum hat meiner Cousine einen fiesen Fussel ins Auge getrieben. Achje. So ein Mist! Reiben hilft nicht, leider ...
Wir verlassen also das Kinderparadies, die Stube, und wenden uns hilfesuchend an die Frauen in der Küche: Mama, Tante und Oma (die Herren waren nicht dabei, oder sie waren auf dem Hof tätig - das weiß ich nicht mehr). Vermutlich ist man mit Kindern immer etwas Kummer gewohnt. Sie behalten also die Ruhe und schauen sich das Auge an. Soweit dies mein Cousinchen zulässt zumindest...
Irgendwann fließen mehr Tränen. Heute frage ich mich: Hätten die Tränen nicht einfach das Auge ausspülen können? Dann wäre das Problem behoben gewesen.
Nunja. Über Festnetz wird also telefoniert. Es ist Wochenende! Wie sollte es auch anders sein? Die Telefonnummern für den ärztlichen Notdienst stehen aber zuverlässig in der Zeitung, immerhin!
Dorf hin oder her. Die Terminfindung verläuft reibungslos. "Kommen Sie gerne direkt her" - so die Aussage an der anderen Seite der Leitung.
Tschüss, Tante und Cousinchen! 🚗
So kurz war der gemeinsame Besuch nicht geplant! Wirklich nicht ..
Ich entschuldige mich für die Aufregung. Die Beteiligten blieben erstaunlich gelassen. Beeindruckend! Ich frage mich: Kann man ein solches Nervenkostüm irgendwo kostengünstig erstehen?
Ich bitte um Rückmeldung! 💬🔜
¹ Foto: Zufallsfund über die Seite Di Mano in Mano (Link zum Zeitpunkt der Texterstellung)
21.04.2026
Anders als wir denken?
Dieses Bild (oben) habe ich selbst gestaltet. Es fiel mir in den vergangenen Jahren immer wieder Mal in die Hände.
Es ist irgendwie laut.
Es drängt sich auf, kann sich behaupten.
Das war zu meiner Schulzeit, ich war wohl so um die 15-16 Jahre alt.
Erschreckenderweise ist es sehr aktuell, leider.
Das ist aber gar nicht mein einziger Gedanke. Ich denke über Bildung nach.
Fakt ist: Seeehr viele Menschen drehen sich um das Thema Bildung. Setzen sie auf die Tagesordnung. Sie muss bedürfsnisorientiert sein, modern, digital. Revolutionär! Auf keinen Fall wie früher! Aber irgendwie auch doch ...
Ich finde wir denken tendenziell sehr linear, zumindest viele von uns:
- Input = Output
- Je mehr, ... umso mehr ...
- Lektion 5 kommt nach Lektion 4
- Dieses Jahr steht das aber so auf dem Lehrplan!
Wir wünschen uns Ergebnisse. Eindeutige. Nur gute, bitte!
Es ist aber doch auch tröstlich, dass Dinge geschehen, die wir nicht ermessen können. Die wir vielleicht einfach gar nicht greifen können.
Ich hatte zur Schulzeit an Kunst eher Freude. Oft. Man musste sich auf Themen einlassen, stets gebunden an eine bestimmte Deadline. Man hat sich also Zeit dafür nehmen können (und müssen). Und man ließ sich ein auf verschiedenste Techniken und Materialien.
Auch heute noch halte ich mich für einigermaßen kreativ. Allerdings muss ich zugeben: Ab und an fehlt jemand, der etwas anleitet, der einen Rahmen vorgibt. Der (oder die, ... von mir auch aus das) mich pusht. Ich bräuchte einen Stupser, einen Impuls um auf meine Gedanken zuzugreifen. Um sie auf's Blatt zu bringen.
Aus diesem Blickwinkel raus geschieht Bildung leise. Unterhalb der Oberfläche. Im Unterbewusstsein. Ohne Messgerät und ohne Lehrplan. Ohne fixen Zeitpunkt
Einfach so!
In diesem Sinne: An die Pinsel, fertig, loooos!
20.04.2026
Wenn ich nachts wach werde, liegt das für eine Mehrheit der Fälle daran, dass sich meine Blase meldet. Oder aber es liegt daran, dass mir ein Gedankenblitz kommt, den ich nicht (gut) auf die Seite schieben kann. In der vergangenen Nacht habe ich mich selbst getoppt: Beide Faktoren haben zusammen gewirkt. Ich tappe also ins Bad ... - und zack, der Titel für meinen nächsten Text steht!
Klo-lübde
Nein, kein Tippfehler! "Klo-lübde" soll genau so existieren. Den Begriff habe ich mir einfallen lassen in Anlehnung an "Gelübde", was im allgemeinen Sinne ein besonders ernstes und bindendes Versprechen bezeichnet (für mich selbst im weltlichen Sinne, nicht im religiösen).
Ein solches Versprechen lege ich nun ab, späterhin verrate ich mehr dazu.
Eine Postkarte, die nun im Bad neben dem Spiegel hängt, soll mich daran erinnern. Sie komplementiert ab sofort zwei Postkarten, die natürlich jeweils eine spezifische Funktion haben, ganz im Sinne des Anke-Humors. Nun also zu dem,was schon da ist:
- Die obere Karte hält zum morgendlichen Realitätscheck an:
Stand der Dinge: Augenringe.
- Die untere Karte macht Mut und sorgt für einen guten Start in den Tag:
Auf die Plätze. Glücklich. Los.
Die dritte Karte, die seit heute dazu gekomment ist, ist die Kopie einer Fotografie von Margaret Courtney-Clarke. Sie zeigt eine Person, die direkt aus dem Eimer trinkt, noch am Rand des Tiefbrunnens stehend.
Fotos:
Dank dieser dritten Karte werde ich mir nun oft, fast täglich, Folgendes bewusst machen: Der Zugang und die Verfügbarkeit von Wasser und von wasser-betriebenen Sanitäranlagen sind keine Selbstverständlichkeit. Ich will sie zumindest nicht weiterhin als selbstverständlich ansehen!
Zudem bestätigt mir die KI (über Google, KI-Modus), was ich vermute: Der Zugang zu sauberem Wasser und wasserbetriebenen Sanitäranlagen ist ein universelles Menschenrecht und zentraler Bestandteil des UN-Nachhaltigkeitsziels 6 (SDG 6), das bis 2030 eine sichere und bezahlbare Versorgung für alle anstrebt.
Wohlgemerkt: Es geht aber um 2030. Nicht um 2026! ... Und die Menschheit wünscht sich viel, schafft aber nur manches.
Mithilfe der Karte im Badezimmer steuere ich gegen das Phänomen an, dass ich ein paar Tage lang nachdenklich, demütig und dankbar bin, nämlich nach Besuch der Ausstellung - und dass danach alles wieder läuft "wie gehabt".
Es ist ja nun mal so, dass Nachrichten, die uns berühren und uns betroffen machen, also negative Nachrichten (z.B. von Gewalt, Armut, Verlust), schnell wieder ersetzt werden von weiteren Nachrichten, oft wiederum negativ. Oder aber wir drängen sie (unbewusst) weg, mit dem Wunsch, uns abzulenken und uns gut oder zumindest besser zu fühlen. Ich finde das sehr menschlich; Wir müssen ja alle auch bei Kraft bleiben, Mensch sein können und unserer Rolle als Angestellte, Partner, Papa oder Oma gerecht werden.
Nachrichten, egal ob positiv oder negativ sind unheimlich schnell zugänglich heutzutage. Da sage ich sicherlich nichts Neues! Zudem will ich nun aber gar nicht abdriften ins Thema "doomsurfing" oder "info overload".
Zack, zack, zurück zu Courtney-Clarke und ihrem Schaffen!
Auf sie aufmerksam wurde ich am vergangen Wochenende, als ich zusammen mit drei Herzensmenschen ihre Fotografieausstellung "Geography of Drought" besucht habe im Museum "rem" in Mannheim.
Die Ausstellung basiert auf einer Langzeitdokumentation, die die extreme Dürre Namibias aufweist. Der Werbetext des Museums spricht vom "Porträt eines Landes, in dem der existenzbedrohende Wassermangel das Leben und den Alltag der Menschen in vielerlei Hinsicht bestimmt". Es geht um "oft prekäre Lebensumstände". Die namibische Fotografin arbeitet mit dem Ziel, "historisch bedingte gesellschaftspolitische Ungerechtigkeiten aufzudecken und aufzuklären."¹
Den Besuch der Ausstellung habe ich so gehandhabt, wie ich auch die Auswahl von Kinofilmen handhabe: ich lese mir kurz etwas an, ich schaue allerdings keinen Trailer. Trailer verraten viel zu viel (inhaltlich), finde ich.
Von Anfang an bin ich sehr im Sog; ihre Aufnahmen nehmen mich einfach mit. Es ist ein Gänsehautmoment! Ich habe selbst Afrika noch nie bereist und zugegeben: Aus eigener Initiative hätte ich mir wohl eher Bilder vorgestellt und angesehen (online oder von Freunden) von: Wüsten, Tieren und Safaris, ... von Trommeln und Tänzen, sowie erlegenem Wild, das aufgehängt ist zur Fleischreifung.
Aber dass uns hier auch jemand ein Blick gibt auf Toiletten, oder eben Nicht-Toiletten, das ist schon beachtlich. Das klingt auf jeden Fall nach!
Danke dafür, Margaret! Sehr bereichernd! ❣️
Die Ausstellung lief bis 5. Juli 2026. Einen Rückblick gibt es über das rem: Link
Quelle:
¹ Rückseite des Werbeflyers, zur Zeit der Texterstellung war der Text ebenso verfügbar auf www.rem-mannheim.de/ausstellungen/sonderausstellungen/margaret-courtney-clarke
Weitere Fotos direkt hier drunter:
ENDE
16.04.2026
Bucket list aktualisiert ✅
Meiner Liste habe ich einen Punkt beigefügt. Und zwar: dass ich auf jeden Fall einmal eine größere Veranstaltung sehen möchte, warum nicht in Paris? Vielleicht sogar - wie auch im Film - in der Grande Halle de la Villette. Es soll unbedingt zeitgenössischer Tanz sein!
Nun aber von vorne: Die Idee kam mir schon vor längerem. Dann hab ich sie einfach nicht ernst genommen.
Das letzte Wochenende verbrachte ich mit einer Freundin in Würzburg. Am Freitagabend hatten wir Lust auf "leichte" Fernsehkost, Gespräche und Gemütlichkeit. Wir schalteten also Let's Dance an.
Ich könnte im Leben nicht mit den Auftritten mithalten, die Paare waren schon sehr geübt und haben mich fasziniert. Am tollsten war allerdings der zeitgenössische Tanz. Unaufgeregte Kleidung und wenig schnick-schnack - aber doch sehr mitreißend. Klasse!
Da fiel mir der Film "En corps" ein (zu deutsch: das Leben ein Tanz). Ich habe ihn in Originalsprache zu Hause (auf DVD, wo gibt es denn sowas noch! 🤭) und ich lüge nicht, wenn ich sage, dass ich ihn bestimmt schon fünf Mal gesehen habe, das erste Mal damals im Kino in Luxembourg. Ich liebe französische Filme und dieser hat mich an eine Kunst rangeführt, von der ich dachte sie sei (sicherlich) nichts für mich. Doch, ist sie aber. Und wie! Es geht nicht darum, dass ich selbst das Tanzbein schwingen werde. Es geht um die Faszination und den Respekt.
Ich bin mir selbst dankbar, dass ich nicht zu schnell etwas entschieden habe für mich selbst. Einfach mal die Türe offen lassen. Ausprobieren. Und ich bin froh darüber, dass diese Webseite mir hilft, meine Gedanken auch weiter zu denken - und im Blick zu halten.
Voilà, wie ihr seht - ein weiterer Plan ist fest geschmiedet. Herrlich 😁
12.04.2026
Ich, Exot.
Was bin ich doch für ein Exot! Oder Exotin, hmm, weiß nun gerade auch nicht recht...
Eine wie keine Andere! Niemand würde je solch einen Einfall haben, außer mir!
Auf einen Freitagnachmittag im April habe ich Pläne, die vorsehen, dass ich von Punkt A nach Punkt B komme. Ich reise also mit der Bahn, genauer genommen der DB, von Mannheim über Frankfurt Main nach Würzburg. Man gönnt es sich ja nicht allzu oft, ich buche also den ICE – er ist eben doch angenehmer als die Regionalbahn.
Das die Theorie.
Die Praxis.
Zunächst das Positive: Die Route hat sich nicht geändert. Es gibt keine Umleitung über Bremen oder alternativ über Neubrandenburg.
Beide ICE fallen aber aus, das heißt ich bin befreit von der Zugbindung. Damit ich mehr von der Umgebung wahrnehmen darf, wird es also ab Frankfurt Main doch eine Regionalbahn.
Nun das Absurde: Es gibt doch andere Reisende und Pendler, die auf die Idee kommen, an einen Freitagnachmittag mit der Bahn zu reisen. Im Leben hätte ich damit nicht gerechnet! Unfassbar. Warum tanken die denn nicht einfach mal voll und schwingen sich in ihre Karren ... ?Mir ist das unbegreiflich!
Nun das Abenteur an sich: Eng an eng treten wir alle gemeinsam die Reise an. Es ist nicht gerade gemütlich, nur kuschelig. Man lernt sich kennen. Wir stapeln uns halbwegs übereinander, egal ob stehend oder sitzend. Nun hat ja die DB aber doch auch Qualitätsansprüche an sich selbst. Die Durchsage ist also sehr persönlich und sympathisch: “Die Umstände sind durchaus nicht ideal. Wir möchten aber alle am Ziel ankommen. Bitte seien Sie rücksichtsvoll. Kleine Kinder können vielleicht noch auf dem Schoß der Eltern Platz finden statt einen eigenen Sitz zu nutzen. (...). Weiterhin eine gute Reise und ein angenehmes Wochenende”.
Es kommt, wie es kommen muss. Im Zeitalter der Automatisierung nun noch etwas automatisiertes:
📢
[Ding-Dong] Sehr verehrte Zuggäste: Bitte halten Sie die Durchgänge und Ausstiegsbereiche frei!
👻🙈
21.03.2026
Vorbilder
Vorbilder. Warum mir das in den Sinn kommt? Weil ich oft zu meinem Hund Akiro sage: “Schau, nimm dir ihn zum Vorbild”. Damit verweise ich dann auf einen Lehrbuchhund, der auf ein “Komm” hin direkt auch kommt, und nicht Grund dafür ist, dass sich sein Frauchen die Beine in den Bauch steht.
Und weil ich mich dem Gedanken anschließe, dass ein Vorbild viel über uns selbst verrät. Über unsere Eigenschaften, Besonderheiten und Ziele, die uns bewusst sind, oder eben (noch) nicht.
“Psychologie” ist durchaus ein Fachbereich, der mich begeistert. Allerdings nehme ich logischerweise nicht allzu oft die Zeit, das, was ich aufgenommen habe, auf mich selbst anzuwenden. Die Reflexion kommt zu kurz. Und vielleicht auch die Gespräche mit anderen nahen Menschen.
Wer ist eigentlich ein Vorbild für meine Schwester? Und für meine Tante Heike? Wen würde meine Freundin Katharina als Vorbild bezeichnen?
Ich muss der Sache auf den Grund gehen. Ich nehme es mir fest vor. Spannend finde ich auch die Frage, ob ihre Antwort schnell und intuitiv kommt!
Ich kann nicht das Thema abschließen, ohne meine Vorbilder zu nennen. Das bin ich schuldig. Habe ich lange für die Antwort gebraucht? Nein, gar nicht lange. Die Frage habe ich mir erst vor wenigen Monaten gestellt und beantwortet. Und mir zumindest in Stichpunkten überlegt, warum sie es sind.
Meine Vorbilder sind:
- Miss Hoffman. Genau so habe ich sie gerne genannt. An sich heißt sie Frau Hoffmann (schon länger nicht mehr, ...durch Heirat...) und sie war meine Gymnasiallehrerin von der 9. Klasse an. Zunächst für Englisch, später für Französisch. Ich denke ich habe ihr meine Freude an Sprache zu verdanken, meinen Ehrgeiz, Fremdsprachen so weit zu lernen, dass ich sie (sehr) gut sprechen kann. Und ihre Art und Weise, mit Kindern und jungen Erwachsenen auf Augenhöhe zu sprechen, sie wirklich zu “sehen” – das beeindruckt mich noch bis heute.
- Clara Lösel. Ich hab im Oktober 2025 morgens den Fernseher angemacht, bevor ich zur Arbeit bin. Für meinen Hund, damit sich die Wohnung nicht ganz so leer anfühlt und anhört. Da sprach sie gerade ein paar einleitende Worte mit dem Moderator. Und sie hat dann “Ich bin mehr” vorgetragen im MOMA! (Morgenmagazin). Beeindruckend. Absolut “to the point”. Im Anschluss habe ich viel mehr von ihr gelesen und gehört. Es ist einfach herrlich, dass sie auch Kritik und Hasskommentare für sich nutzt. Sie macht einfach weiter ... Klasse!
- Auch mein 3. Vorbild hat mit Lyrik zu tun: Es ist die deutsche Schriftstellerin Caroline Wahl. Ich gehe sehr gerne ins Kino, durchaus auch mal alleine. So kam es, dass ich im Herbst 2025 ihren Film “22 Bahnen” im Kino gesehen habe. Für mich wirklich ein Meisterwerk, von der Idee bis hin zur Besatzung. Bis dahin hatte ich ihren Namen ehrlich gesagt nicht auf dem Schirm. Aber natürlich habe ich dann viel gegoogelt und ihre 3 Bücher gelesen. Sie ist für mich ein Beispiel für “ich mach jetzt einfach mal, es könnte ja gut werden”. Ich feiere sie für Ihre Aussage im Interview der Reihe Twist*: “Falsche Bescheidenheit vorzutäuschen, da habe ich überhaupt keinen Bock drauf!” Megaklasse. Sie hätte es sich sehr gewünscht, auf der Longlist zu stehen für den deutschen Buchpreis. Es kann so einfach sein, Ziele auszudrücken und sie zu verfolgen. Ich bin zuversichtlich, dass sie ihr Ziel noch erreicht.
Das war es von mir.
Nun zu dir: Wer ist denn dein Vorbild?
*Dokureihe “Twist” über ARTE – Wie schreibe ich einen Roman?